Eine mysteriöse Bitcoin (BTC) Wallet aus dem Jahr 2009 ist nach vierzehn Jahren wieder aktiv geworden. Der Besitzer, der seine Bitcoins noch in den Anfangstagen von Bitcoin geschürft hat, hat in dieser Woche erstmals seit 2011 einen Teil seines Vermögens verschoben.
Die Aktivität dieser sogenannten „Satoshi-Ära-Whale“ wirft Fragen auf: Warum handelt ausgerechnet jetzt wieder jemand aus den Anfangsjahren von Bitcoin?
Whale verschiebt Bitcoin in Milliardenhöhe
Nach Angaben des Blockchain-Trackers WhaleAlert ist eine alte Bitcoin Wallet aus dem Jahr 2009 wieder aktiv geworden. Aus Daten des Onchain-Analyseunternehmens Nansen geht hervor, dass die Adresse 150 Bitcoin im Wert von mehr als 16 Millionen US-Dollar versendet hat. Der Besitzer soll 2009, nur wenige Monate nach dem Start des Bitcoin-Netzwerks, rund 4.000 Bitcoin geschürft haben.
Nansen zeigt außerdem, dass die Adresse ursprünglich fast 7.850 Bitcoin erhalten hat. Im Juni 2011 wurde das Guthaben in einer einzigen Wallet zusammengeführt, die seitdem inaktiv blieb.
Blockchain-Analyst Emmett Gallic schreibt auf X, der Whale habe einst 8.000 Bitcoin besessen – verteilt über mehrere Adressen – und in den vergangenen Jahren schrittweise verkauft. Nach der jüngsten Übertragung von 150 Bitcoin liegt der Bestand nun bei 3.850 BTC, was beim aktuellen Bitcoin-Kurs von etwa 111.000 US-Dollar rund 427 Millionen US-Dollar entspricht.
Eine der größten Bitcoin-Transaktionen aller Zeiten
Es ist nicht das erste Mal, dass eine alte Wallet plötzlich wieder in Bewegung gerät. Im Juli dieses Jahres aktivierte eine andere Satoshi-Ära-Whale eine Adresse mit mehr als 80.000 Bitcoin. Diese Coins wurden schließlich weitergeleitet an Galaxy Digital, das Krypto-Unternehmen des Investors Mike Novogratz.
Die Übertragung führte zu einem der größten Bitcoin-Verkäufe aller Zeiten im Wert von rund 9 Milliarden US-Dollar. Der Bitcoin-Kurs fiel daraufhin kurzzeitig von 119.000 auf etwa 115.000 US-Dollar, erholte sich jedoch innerhalb weniger Tage wieder.
„OG-Bitcoiner zeigen, dass der Markt reifer wird“
Krypto-Analyst Willy Woo sagte Anfang dieses Jahres, dass große Bitcoin-Halter mit mehr als 10.000 BTC bereits seit 2017 schrittweise verkaufen. Dieses Muster scheint sich fortzusetzen. Dennoch ist die Wiederbelebung alter Wallets nach Ansicht von Analysten kein Grund zur Panik.
Laut CK Zheng, Mitgründer und Chief Investment Officer von ZX Squared Capital, deutet der Verkauf von Coins durch sogenannte OG-Bitcoiner vielmehr auf einen reifer werdenden Markt hin. Während frühe Investoren Gewinne mitnehmen, kommen neue Käufer in den Markt.
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