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Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, setzt alles daran, den Wettlauf um Künstliche Intelligenz zu gewinnen. Der Technologiekonzern nimmt weltweit Dutzende Milliarden Dollar über den Anleihemarkt auf, um seine beispiellosen Investitionen in KI zu finanzieren. Diese Kapitalbeschaffung wirft bei Anlegern zunehmend die Frage auf, ob hier eine neue Finanzblase entsteht.
Quellen zufolge plant Alphabet, über eine US-amerikanische Anleiheemission zwanzig Milliarden Dollar zu beschaffen. Dies ist deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig erkundet das Unternehmen erstmals die Anleihemärkte im Vereinigten Königreich und der Schweiz.
In London wird sogar eine hundertjährige Anleihe in Betracht gezogen, was seit der Dotcom-Blase kaum noch bei Technologieunternehmen vorgekommen ist.
Alphabet gab kürzlich bekannt, in diesem Jahr bis zu 185 Milliarden Dollar investieren zu wollen. Der Großteil dieses Betrags fließt in Rechenzentren und die Infrastruktur, die für KI-Modelle benötigt wird. Das ist mehr, als das Unternehmen in den letzten drei Jahren insgesamt ausgegeben hat.
Laut Alphabet beginnen sich diese Investitionen bereits auszuzahlen. KI führt zu mehr Suchanfragen und höheren Werbeeinnahmen. Dennoch wachsen die Sorgen an den Finanzmärkten. Nicht nur Google, sondern auch Amazon, Microsoft und Meta erhöhen ihre Ausgaben in rasantem Tempo. Diese Unternehmen könnten zusammen im Jahr 2026 auf Investitionen von 650 Milliarden Dollar zusteuern.
Ein großer Teil dieser Ausgaben wird durch Schulden finanziert. Alphabets Dollar-Anleihe zog mehr als einhundert Milliarden Dollar Interesse von Investoren an. Die Laufzeiten reichen weit in die Zukunft, die längste Anleihe läuft bis 2066.
Alphabet ist nicht allein. Oracle sammelte kürzlich 25 Milliarden Dollar mit einer Anleihe ein, die eine Rekordnachfrage von 129 Milliarden Dollar verzeichnete. Banken erwarten, dass große Technologieunternehmen in diesem Jahr zusammen rund 400 Milliarden Dollar leihen werden. Dies könnte zu höheren Zinsen auf Unternehmensanleihen führen, warnen Analysten.
Einige Strategen ziehen Parallelen zu früheren Phasen extremer Investitionsbereitschaft, wie Ende der 1990er und Mitte der 2000er Jahre. Ihrer Ansicht nach bedeutet dies nicht unbedingt eine bevorstehende Krise, aber die Kreditmärkte könnten unter Druck geraten.
Für Anleger in risikoreichen Märkten, wie Aktien und Kryptowährungen, ist dies relevant. Große Veränderungen bei der Liquidität und den Zinserwartungen haben oft auch Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs und die breiteren Finanzmärkte. Besonders jetzt, da KI als eine Technologie angesehen wird, die die Weltwirtschaft grundlegend verändern könnte.
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