Der Kryptomarkt hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Milliarden Dollar verloren. Das sorgte für heftige Reaktionen – viele Anleger machen Marktmanipulation für den Einbruch verantwortlich. Billy Markus, Mitgründer von Dogecoin (DOGE), konterte jedoch mit einem sarkastischen Post auf X. Darin macht er sich über die Vorstellung lustig, dass jeder Kursrückgang automatisch als Manipulation abgestempelt wird.
Dogecoin-Gründer kritisiert doppelte Standards in der Kryptobranche
Billy Markus, auf X unter dem Namen Shibetoshi Nakamoto bekannt, reagierte heute auf den scharfen Rückgang am Kryptomarkt mit der Bemerkung: „Alle Rückgänge sind Manipulation, und alle Anstiege sind vollkommen organisch.“
Wer ist Billy Markus?
Billy Markus ist ein US-amerikanischer Softwareentwickler und Mitgründer von Dogecoin. Die Kryptowährung, ein Fork von Bitcoin (BTC), wurde 2013 als Scherz ins Leben gerufen. Kurz nach dem Start verkaufte Markus all seine Token – und verzichtete damit im Nachhinein auf ein riesiges Vermögen.
Nach Ansicht von Markus herrscht in der Kryptoszene ein hartnäckiger doppelter Standard. Sobald die Kurse fallen, wird häufig auf angebliche „Whales“ verwiesen, die den Markt manipulieren sollen. Steigen die Preise hingegen, wird dies schnell als gesunde, organische Entwicklung gefeiert.
Der aktuelle Kursrückgang scheint jedoch nicht auf Marktmanipulation zurückzugehen, sondern wird vor allem durch makroökonomische Spannungen ausgelöst. So sorgte die japanische Zentralbank für Unruhe, indem sie eine mögliche Zinserhöhung andeutete. Gleichzeitig stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,04 Prozent. Diese sogenannte Zehnjahresrendite gilt als wichtiger Gradmesser für die Finanzmärkte. Je höher sie liegt, desto attraktiver werden Anleihen im Vergleich zu riskanteren Anlagen wie Kryptowährungen. Anleger ziehen sich dann schneller aus volatilen Märkten zurück. Zusätzlich schoss der Ölpreis nach oben, ausgelöst durch einen Angriff auf eine wichtige Pipeline in Kasachstan.
Dogecoin nähert sich dem April-Tief
Der Kryptomarkt steht derweil tief im Minus. Im Oktober erreichte Bitcoin noch ein Allzeithoch von über 126.000 Dollar. Inzwischen ist der Kurs deutlich auf rund 85.800 Dollar gefallen – ein Rückgang von 6,5 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Auch Ethereum (ETH) und XRP geraten stark unter Druck, mit Verlusten von 7,7 beziehungsweise 8,6 Prozent im selben Zeitraum.
Auch der Dogecoin-Kurs steht massiv unter Druck. DOGE wird derzeit bei rund 0,135 Dollar gehandelt – deutlich unter dem Hoch von 0,466 Dollar im Dezember 2024. Dieser Höchststand wurde erreicht, nachdem Donald Trump erneut die US-Präsidentenwahl gewonnen hatte.
Seitdem befindet sich die Memecoin in einem Abwärtstrend. Der aktuelle Kurs nähert sich dem Tiefpunkt von April, als Dogecoin kurzzeitig auf 0,132 Dollar fiel. Nach Ansicht des Analysten Abitak eröffnet dieser Rückgang jedoch auch Chancen. Der Kurs bewegt sich auf eine wichtige Unterstützungszone zu, die – neben dem April-Tief – zu den niedrigsten Bewertungen des vergangenen Jahres zählt. Damit könnte sich hier ein interessanter Einstiegszeitpunkt ergeben.
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