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Immer mehr Unternehmen mit Bitcoin-Reserven geraten in Schwierigkeiten, da der Kurs schwächelt. Das börsennotierte Unternehmen Fold hat seine digitalen Coins veräußert, woraufhin der Aktienkurs innerhalb eines Tages um beeindruckende 162 Prozent gestiegen ist.
Fold verkaufte Bitcoin im Wert von etwa 45 Millionen Dollar (39 Millionen Euro), rund 634 Coins. Mit 20 Millionen Dollar des Erlöses tilgte das Unternehmen seine mit Bitcoin besicherten Schulden vollständig.
Dabei handelt es sich um Kredite mit Bitcoin als Sicherheit. Sinkt der Kurs, sinkt auch der Wert der Sicherheit, was ein Risiko darstellt.
Durch die Schuldentilgung beseitigt Fold dieses Risiko sowie die monatlichen Zinszahlungen. Die verbleibenden 25 Millionen Dollar (22 Millionen Euro) werden für Wachstum genutzt.
Das Unternehmen präsentierte den Verkauf als defensiven Schritt, kurz vor einer Reihe geplanter Produkteinführungen. Fold ist nun vollständig schuldenfrei, was seine besicherten Verpflichtungen betrifft.
Anleger reagierten sofort positiv auf die Nachricht. Die Aktie FLD sprang nach dem Eröffnungsgong auf 1,60 Dollar, ein Anstieg von 162 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs am Dienstag.
Aktuell notiert FLD bei 1,10 Dollar. Das entspricht immer noch einem Tagesgewinn von über 80 Prozent.
Über einen längeren Zeitraum betrachtet sieht es weniger positiv aus. Die Aktie hat in diesem Jahr um etwa 58 Prozent nachgegeben und über zwölf Monate sogar um mehr als 78 Prozent.
Ob Fold Gewinn oder Verlust gemacht hat, ist ungewiss. Der Verkauf erfolgte zu einem Durchschnittspreis von etwa 71.000 Dollar pro Coin, aber der durchschnittliche Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht.
Zuvor kaufte das Unternehmen allerdings deutlich über diesem Niveau ein, etwa 10 Bitcoins zu 87.500 Dollar Anfang 2025. Bei diesen Coins hätte der Verkauf somit einen beachtlichen Verlust bedeutet.
Seit den 71.000 Dollar ist der Bitcoin-Kurs übrigens nochmals um etwa 17 Prozent gesunken. Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei etwa 62.000 Dollar und erreichte am Freitag sogar 59.000 Dollar.
Fold kommt aus Phoenix und ermöglicht Kunden, Bitcoin über alltägliche Produkte zu verdienen und auszugeben, angefangen bei einer Kreditkarte mit Prämien bis hin zu Krypto-Boni für Mitarbeiter.
Der Umsatz sank im vergangenen Quartal um 21 Prozent auf 5,6 Millionen Dollar.
„Diese Entscheidung spiegelt unser Vertrauen in Fold wider“, erklärte CEO Will Reeves.
„Wir haben das Finanzierungsrisiko reduziert, unsere Bilanz gestärkt und sichergestellt, dass kurzfristige Volatilität die Umsetzung unserer Roadmap nicht behindern kann.“
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