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Die Kombination aus künstlicher Intelligenz und Blockchain galt lange als der nächste große Schritt für den Kryptosektor. Insbesondere der sogenannte x402-Standard, der es KI-Agenten ermöglicht, automatisch On-Chain-Zahlungen durchzuführen, sollte die Grundlage für eine neue digitale Wirtschaft bilden, in der Software eigenständig Werte schafft und handelt.
Aktuelle Daten zeichnen jedoch ein anderes Bild. Die Aktivität rund um x402-Transaktionen ist in kurzer Zeit stark zurückgegangen, was Fragen zur tatsächlichen Nachfrage nach dieser Technologie aufwirft.
Laut einer Analyse von Artemis ist die tägliche Anzahl der x402-Transaktionen seit Dezember 2025 um mehr als 90 Prozent gesunken. Während das Netzwerk damals noch Hunderttausende von Transaktionen pro Tag verarbeitete, liegt diese Zahl Anfang 2026 deutlich niedriger.
Der Rückgang ist auf mehreren Blockchains zu beobachten, darunter Base, Polygon und Solana. Besonders in der Kategorie Infrastruktur und Utilities fiel die Aktivität stark ab. Dienste, die dazu gedacht sind, KI-Agenten reibungslos Zahlungen durchführen zu lassen, verzeichneten einen Rückgang der Nutzung um mehr als 80 Prozent.
Die Schlussfolgerung der Forscher ist eindeutig: Die Technologie entwickelt sich schnell, doch die tatsächliche Nachfrage bleibt vorerst aus.
Trotzdem bleiben viele Analysten optimistisch für die langfristige Entwicklung. Sie erwarten eine Wirtschaft, in der KI-Agenten als eigenständige digitale Entitäten agieren, Transaktionen durchführen, Entscheidungen treffen und Werte schaffen, ohne ständige menschliche Eingriffe.
Es gibt bereits Anzeichen, die auf eine solche Zukunft hindeuten:
Technologisch scheint somit die Grundlage gelegt zu werden, auch wenn sich dies noch nicht in direkter wirtschaftlicher Aktivität niederschlägt.
Aus Anlegersicht bleibt der Sektor vorerst klein und anfällig. Der gesamte Marktwert von Projekten rund um KI-Agenten beträgt einige Milliarden Dollar, wobei ein großer Teil auf ein dominantes Projekt entfällt. Viele andere Token bleiben relativ klein und sind anfällig für Stimmungsschwankungen.
Die derzeit schwache Kursentwicklung scheint daher eher eine Folge der allgemeinen Marktnervosität und Risikoscheu zu sein als eines grundlegenden Mangels an Potenzial.
Der Rückgang der x402-Aktivität zeigt, wie groß der Unterschied zwischen technologischen Versprechen und wirtschaftlicher Realität sein kann. Solche Phasen sind jedoch in jungen Sektoren nicht ungewöhnlich. Die Innovation entwickelt sich oft schneller als die Akzeptanz.
Für den breiteren Kryptomarkt könnte dies sogar positiv sein. Wenn sich die Infrastruktur im Stillen weiterentwickelt, während die Bewertungen niedrig bleiben, entsteht Raum für eine neue Wachstumsphase, sobald Nachfrage und Stimmung zurückkehren.
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