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Hongkong und Shanghai bündeln ihre Kräfte. Die beiden Finanzzentren bauen gemeinsam eine Blockchain-Plattform, um den internationalen Frachtverkehr zu modernisieren. Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA), das Shanghai Data Bureau und das National Technology Innovation Center for Blockchain unterzeichneten am Montag die Vereinbarung.
Die Idee ist einfach, aber ehrgeizig: Frachtbriefe, Handelsdaten und Finanzierungsanträge sollen künftig digital auf der Blockchain festgehalten werden, statt auf Papier. Zwischenhändler, die derzeit Dokumente manuell prüfen, werden überflüssig. Das Ergebnis? Schnellere Finanzierung, geringere Kosten und weniger Betrug.
Das ist dringend notwendig. Der weltweite Markt für Frachtfinanzierung ist etwa 1,5 Billionen Dollar pro Jahr groß und basiert noch weitgehend auf Papierdokumenten und manueller Verifizierung.
Das Blockchain-Plattform-Projekt startet nicht bei Null. Die HKMA baut auf Project Ensemble, ihrem eigenen digitalen Marktinfrastrukturprojekt, auf. Seit 2022 läuft auch die Commercial Data Interchange (CDI), ein System, das Banken schnelleren Zugang zu Unternehmensdaten für Kreditentscheidungen ermöglicht. Zudem wird CargoX eingesetzt, um Frachtinformationen direkt mit Finanzierungskanälen zu verknüpfen.
Howard Lee, stellvertretender Direktor der HKMA, bezeichnet die Zusammenarbeit als wichtigen Meilenstein. Hongkong positioniert sich zunehmend als „Super Connector“ zwischen dem chinesischen Festland und dem internationalen Kapitalmarkt. Diese Plattform passt perfekt zu dieser Strategie.
Hongkong beschränkt sich nicht nur auf Blockchain. Staatssekretär Hui Ching-yu stellte am Montag auch einen Vorschlag vor, digitale Vermögenswerte zu den Anlagen hinzuzufügen, die für Steuerbefreiungen in Frage kommen. Investmentfonds und Family Offices könnten unter bestimmten Bedingungen steuerfrei Gewinne mit Krypto erzielen.
Mit dieser Maßnahme will Hongkong noch attraktiver für institutionelle Investoren werden und seine Position als internationaler Kryptohub weiter stärken.
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