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Pakistan hebt nach acht Jahren das Verbot des Kryptohandels aufgehoben. Die Zentralbank erlaubt es Banken nun, Konten für Unternehmen zu eröffnen, die im Bereich digitaler Währungen tätig sind. Die State Bank of Pakistan gab diese Entscheidung am 14. April bekannt.
Banken dürfen nur mit Unternehmen zusammenarbeiten, die eine Lizenz der neuen Aufsichtsbehörde PVARA besitzen.
Die Kursänderung folgt auf das Virtual Assets Act 2026, das im März genehmigt wurde. Damit entscheidet sich Pakistan für ein reguliertes System anstelle des seit 2018 geltenden Totalverbots.
Die Anzeichen dafür gab es bereits früher. Im Dezember 2025 führte Pakistan Gespräche mit großen Kryptobörsen wie Binance und HTX, um regulierte Handelsplattformen ins Land zu holen. Das Land mit über 230 Millionen Einwohnern sieht in Kryptowährungen eine Chance, seinen Finanzsektor zu modernisieren und internationale Investitionen anzuziehen.
Die Regeln sind streng. Banken dürfen Konten für lizenzierte Kryptounternehmen und deren Kunden eröffnen, aber sie dürfen selbst keine Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder halten. Weder mit eigenem Geld noch mit den Einlagen ihrer Kunden.
Für die Abwicklung von Krypto-Transaktionen müssen Banken spezielle Konten einrichten, sogenannte Client Money Accounts, die strikt von anderen Guthaben getrennt bleiben. Zudem gelten alle bestehenden Vorschriften gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Verdächtige Transaktionen müssen an die Financial Monitoring Unit gemeldet werden.
Pakistan betrachtet auch andere Aspekte als nur den Handel. In Zusammenarbeit mit Partnern von World Liberty Financial untersucht das Land den Einsatz von Stablecoins für internationale Zahlungen. Für ein Land, in dem Millionen Menschen auf Geldüberweisungen aus dem Ausland, sogenannte Remittances, angewiesen sind, könnte dies einen erheblichen Einfluss haben.
Stablecoins ermöglichen es, Geld schnell und kostengünstig über Grenzen hinweg zu senden, ohne auf traditionelle Banken angewiesen zu sein, die dafür hohe Gebühren verlangen.
Das Timing ist bemerkenswert. Pakistan spielte in den vergangenen Wochen eine Schlüsselrolle als Gastgeber der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad. Nun positioniert sich das Land auch als kryptofreundliche Wirtschaft. Diese Kombination aus diplomatischem Gewicht und wirtschaftlicher Offenheit könnte Pakistan für internationale Tech-Unternehmen und Investoren attraktiver machen.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie schnell sich die ersten lizenzierten Kryptounternehmen ansiedeln und ob die großen internationalen Akteure tatsächlich kommen. Das Fundament ist gelegt, nun muss die Praxis folgen.
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