Der Bitcoin (BTC)-Kurs hat sich seit dem Rekordhoch im Oktober letzten Jahres nahezu halbiert. Somit lässt sich nicht mehr leugnen, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden. Dies zeigt sich auch an der wachsenden Anzahl Coins, die derzeit mit Verlust gehandelt werden. Im Vergleich zum Bärenmarkt 2022 gibt es zwar Unterschiede, doch einige Analysten glauben bereits, dass der Tiefpunkt erreicht ist.
Bereits 8,2 Millionen BTC im roten Bereich
Laut Daten der Analyseplattform CryptoQuant stehen aktuell etwa 8,2 Millionen Bitcoins im Verlustbrereich.
Grundlage für diese Einschätzung ist der Preis, zu dem die jeweiligen Coins zuletzt auf der Blockchain bewegt wurden. Das ist nicht zwingend der ursprüngliche Kaufkurs, liefert jedoch einen verlässlichen Hinweis darauf, wie viele Halter Verluste verzeichnen.
CryptoQuant-Analyst Darkfost bezeichnet die Menge als „besonders signifikant“, da dieser Wert während des letzten Bärenmarktes bei etwa 10,6 Millionen BTC lag.
„Das deutet darauf hin, dass der Markt ein bemerkenswertes Niveau der Unterbewertung erreicht hat, vergleichbar mit den Bedingungen während des letzten Bärenmarktes“, so Darkfost.
Betrachtet man die reine Kursentwicklung, hat Bitcoin noch einen weiten Weg vor sich. Anfang Februar wurde ein Tiefpunkt bei rund 60.000 Dollar erreicht, was einem Gesamtverlust von über 52 Prozent entspricht. Das ist erheblich, doch in früheren Bärenmärkten ging es deutlich weiter nach unten:
- 2015 fiel der Kurs um 86 Prozent
- 2018 um 84 Prozent
- 2022 um 77 Prozent.
Ist der Bärenmarkt schon vorbei?
Jeder Bitcoin-Bärenmarkt dauerte etwa ein Jahr. Obwohl wir derzeit erst in der Mitte sind, wird bereits intensiv diskutiert, ob das Schlimmste vielleicht schon hinter uns liegt.
Ein häufiges Gegenargument ist, dass die Anzahl der Bitcoins im Gewinn und im Verlust sich noch nicht gekreuzt hat. In jedem bisherigen Bärenmarkt wurde der Tiefpunkt erst erreicht, nachdem mehr Coins im Verlust als im Gewinn standen.
Doch laut Analyst Sykodelic müssen wir darauf überhaupt nicht warten. Er beobachtet, dass der Anteil der Coins im Gewinn bei jedem Tiefpunkt etwas höher ausfällt, da immer mehr Coins im Umlauf sind und ein wachsender Teil davon nie wieder in den Verlustbereich geraten wird.
Er konnte sogar eine Trendlinie zeichnen, die jedes Mal den Tiefpunkt kennzeichnete welche bereits erreicht wurde, als Bitcoin auf 60.000 Dollar fiel.
Darüber hinaus schrieb der Analyst James van Straten diese Woche, dass, wenn der Bitcoin-Kurs erneut auf 60.000 Dollar sinkt, mehr als 10 Millionen Coins im Minus stehen würden. Somit wären weiterhin mehr als die Hälfte aller Bitcoins in den roten Zahlen.
Newsbit-Analyst: Bitcoin braucht jetzt den Ausbruch – sonst droht ein Rücksetzer
Der Bitcoin-Kurs scheiterte im Mai an derselben Marke, danach folgte ein deutlicher Rückgang. Wiederholt sich die Geschichte? Die Analyse.
Bitcoin vor Neuland: US-Renditen von 6 Prozent rücken näher
Die US-Renditen steigen rasant. Wird das für Bitcoin zum Risiko? Als die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt auf 6 Prozent kletterte, gab es Bitcoin noch nicht einmal.
Krypto am Morgen: Arbeitsmarktdaten und Öl belasten den Bitcoin-Kurs
Bitcoin startet mit leichten Verlusten in die Woche; der Iran-Krieg und der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sorgen zusätzlich für Gegenwind.
Meistgelesen
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Nvidia erwartet Robotikmarkt von 50 Billionen Dollar: Fünf Aktien im Blick
Jensen Huang sieht rund um physische KI und humanoide Roboter einen riesigen Markt entstehen. Diese fünf Unternehmen könnten davon profitieren.
