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Investoren pumpen erneut Milliarden in Krypto-Anlageprodukte. Letzte Woche flossen 1,4 Milliarden Dollar in Krypto-ETPs, börsennotierte Produkte, die den Wert von Kryptowährungen abbilden. Das geht aus Daten von CoinShares hervor. In den letzten drei Wochen beläuft sich der gesamte Zufluss auf 2,7 Milliarden Dollar. Das verwaltete Gesamtvermögen stieg auf 154,8 Milliarden Dollar, dem höchsten Stand seit Februar.
Bitcoin (BTC) dominierte mit einem Zufluss von 1,12 Milliarden Dollar in einer Woche. Besonders amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs waren gefragt. Der jüngste Kursanstieg in Richtung 78.000 Dollar zieht sowohl private als auch institutionelle Investoren an.
Seit Anfang 2026 wurden insgesamt etwa 3,8 Milliarden Dollar in Krypto-ETPs investiert. Das Muster ist klar: Steigt der Bitcoin-Kurs, wächst der Zufluss. Investoren, die zuvor abwartend waren, steigen bei höheren Kursen ein.
Auch Ethereum (ETH) profitierte von der verbesserten Stimmung. In Ethereum fokussierte Investmentprodukte verzeichneten einen Zufluss von 328 Millionen Dollar, die stärkste Woche seit Januar. Damit stehen Ethereum-Produkte dieses Jahr wieder im Plus.
Die Kombination aus Bitcoin und Ethereum, die zusammen den Großteil des Zuflusses ausmachen, zeigt, dass Investoren in unsicheren Zeiten auf die größten und etabliertesten Kryptowährungen setzen.
Nicht alle Kryptowährungen profitierten vom Aufschwung. XRP (XRP) verzeichnete Abflüsse in Höhe von 56 Millionen Dollar aus Investmentprodukten. Auch Solana meldete Abflüsse, wenn auch in kleinerem Umfang.
Dieses Muster zeigt sich häufig bei geopolitischer Unsicherheit. Investoren verlagern Kapital von risikoreicheren Altcoins zu Bitcoin und Ethereum, ähnlich wie Aktienanleger in unruhigen Zeiten von Small Caps zu Blue Chips wechseln.
Regional stammte der größte Teil des Kapitals aus den Vereinigten Staaten mit Zuflüssen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. In Europa blieb es ruhig. Deutschland verzeichnete einen geringen Zufluss, während aus der Schweiz Geld abfloss.
Die Dominanz der USA unterstreicht die Bedeutung des amerikanischen Marktes für Krypto. Während die Verfügbarkeit von Spot-Bitcoin-ETFs, in Europa noch eingeschränkt ist, machen es diese Form von Anlageprodukten amerikanischen Investoren erheblich einfacher, einzusteigen.
Der Crypto Fear & Greed Index, der das Anlegerverhalten misst, stieg von „extremer Angst“ auf „Angst“. Das klingt zwar immer noch negativ, zeigt aber eine positive Tendenz. Die Kombination aus steigenden Preisen, anhaltendem Zufluss und verbessertem Sentiment deutet auf eine vorsichtige Erholung des Vertrauens hin.
Auffällig ist, dass die jüngsten Inflationszahlen aus den USA kaum Auswirkungen hatten. Der Verbraucherpreisindex stieg im März auf 3,3 Prozent, doch die Anleger haben dies weitgehend ignoriert. Analysten erklären dies damit, dass solche Zahlen auf frühere Umstände zurückblicken, während sich der Markt derzeit auf aktuelle Entwicklungen wie den Krieg im Iran und die Lage rund um Hormuz konzentriert.
Mit BlackRock, Goldman Sachs und JPMorgan an Bord will DTCC Aktien und Anleihen blitzschnell über die Blockchain handelbar machen.
Der Wert von tokenisierten Assets stieg in diesem Jahr erheblich. Grayscale erkennt einen ‚Megatrend‘ und nennt die Kryptos, die davon profitieren.
Weltweit sind bereits Vermögenswerte im Wert von über 30 Milliarden Dollar tokenisiert. State Street plant, das aus Europa heraus erheblich zu steigern.
Der Analyst Crypto Dyl News spricht sich für ein XRP-Kursziel von 10.000 Dollar aus. Statt der Einführung im Einzelhandel soll die Integration in Bankensystemen entscheidend sein.
Der XRP-Kurs verharrt bei etwa 1,40 US-Dollar, da Trader vor allem mit seitlichen Bewegungen rechnen und ein Durchbruch laut Daten vorerst ausbleibt.
Der Vermögensverwalter Franklin Templeton geht davon aus, dass der Bitcoin-Kurs im Jahr 2026 wieder über 100.000 Dollar steigen wird. Der Weg dorthin wird jedoch turbulent sein.