Der Kryptomarkt steht vor einem spannenden Moment: Heute laufen Optionen im Wert von über 11,5 Milliarden Dollar auf Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) aus, berichtet die Handelsplattform Deribit. Es handelt sich um eine der größten Fälligkeiten dieses Jahres, was erhebliche Kursbewegungen verursachen könnte.
Krypto-Optionen erreichen kritisches Niveau
Für Bitcoin laufen heute 92.500 Optionen aus, mit einem geschätzten Gesamtwert von 10 Milliarden Dollar. Das sogenannte Put/Call-Verhältnis von 0,87 deutet auf etwas mehr Kauf- als Verkaufspositionen hin. Die „max pain“-Grenze, das Preisniveau, bei dem die meisten Optionen wertlos verfallen, liegt bei 100.000 Dollar. Das ist etwa 6.000 Dollar unter dem aktuellen Kurs.
Ein Rückgang auf dieses Niveau würde für viele Händler Verluste bedeuten und könnte daher zusätzlichen Druck auf den Markt ausüben. Laut Zahlen von Deribit liegt das meiste offene Interesse im Preiskorridor zwischen 110.000 und 120.000 Dollar.
Auch Ethereum spielt heute eine prominente Rolle: Es laufen beeindruckende 624.000 Optionen aus, mit einem gemeinsamen Wert von 1,62 Milliarden Dollar. Die „max pain“-Grenze liegt bei 2.300 Dollar – ein Niveau, dem ETH nach dem jüngsten Rückgang auf 2.630 Dollar immer näher kommt. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Stimmung überwiegend positiv; das Put/Call-Verhältnis von 0,81 deutet auf mehr Kauf- als Verkaufspositionen hin.
So funktionieren Krypto-Optionen
Für diejenigen, die es nicht wissen: Optionen sind finanzielle Verträge, die dem Käufer das Recht geben, ein zugrunde liegendes Vermögenswert, wie Bitcoin, zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put) zu einem im Voraus festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie werden oft verwendet, um auf Kursbewegungen zu spekulieren.
Wenn du erwartest, dass eine Kryptowährung in der Zukunft mehr wert wird, könntest du zum Beispiel eine Call-Option mit einem Ausübungspreis unter deinem erwarteten Kurs nehmen. Dafür benötigst du jedoch eine Gegenpartei, die bereit ist, diese Option zu verkaufen. Diese Partei nennen wir den Optionenverkäufer oder auch den „Writer“.
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