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Europol und nationale Ermittlungsbehörden haben Ende letzten Monats eine zweite Phase abgeschlossen in ihren Ermittlungen gegen ein internationales Krypto-Betrugsnetzwerk. Diese Organisation soll innerhalb Europas mehr als 700 Millionen Euro in Kryptowährungen gewaschen haben.

Fokus auf irreführendes Marketing und Werbung

Am 25. und 26. November 2025 führten Ermittlungsbehörden aus Deutschland, Belgien, Bulgarien und Israel gezielte Aktionen gegen Unternehmen und Einzelpersonen durch. Diese waren in die Vermarktung von gefälschten Krypto-Plattformen verwickelt. Die Beteiligten verbreiteten falsche Anzeigen, oft mit sogenannten „Promi-Empfehlungen“ oder manipulierten KI-Videos (Deepfakes). Dadurch wurden Opfer getäuscht und zum Investieren in betrügerische Plattformen bewegt.

Die Aktionen folgten auf eine erste Operation Ende Oktober. Dabei fanden in Zypern, Deutschland und Spanien Hausdurchsuchungen und Verhaftungen statt. In dieser ersten Phase wurden neun Personen festgenommen. Zudem beschlagnahmten die Behörden Bankkonten, Bargeld und Krypto-Vermögenswerte. Laut Europol handelt es sich um ein komplexes und hochentwickeltes Netzwerk, das professionell organisiert ist. Es verfügt über separate Abteilungen für Infrastruktur, Promotion und Geldwäsche.

Behörden zerschlagen gesamte Betrugsinfrastruktur

Mit der zweiten Phase haben die europäischen Behörden gezeigt, dass nicht nur die betrügerischen Plattformen selbst ins Visier genommen werden. Auch die unterstützenden Strukturen werden angegangen. Durch die Zerschlagung von Marketingfirmen und Werbekanälen soll der Zustrom neuer Opfer gestoppt werden. Europol erklärt, dass diese Maßnahmen ein wichtiges Mittel sind, um die Wiederholung solcher Betrüge zu verhindern.

Die Operation zeigt, dass Krypto-Betrug über technische Plattformen hinausgeht. Es ist eine Kette aus Täuschung, Marketing und finanzieller Abwicklung. Indem diese Kette vollständig offengelegt und demontiert wird, hoffen die Dienste, die Funktionsweise solcher Netzwerke langfristig zu stören.

Der Gesamtschaden des Netzwerks wird auf über 700 Millionen Euro geschätzt. Dabei wurden unter anderem Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und andere Kryptowährungen als Teil der Geldwäschemaschen verwendet.

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