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Mark Zuckerberg will von den äußerst beliebten Vorhersagemärkten profitieren. Der Meta-Chef hat seine Mitarbeiter beauftragt, eine eigene App zu entwickeln, die den Namen ‚Arena‘ trägt.

Arena unterscheidet sich von Polymarket und Kalshi

Das enthüllte die New York Times am Dienstag unter Berufung auf zwei Insider. Ein Vorhersagemarkt ist eine Plattform, auf der Menschen auf den Ausgang verschiedener Ereignisse wetten, von Wahlen bis hin zu Sportereignissen.

Die größten Namen sind derzeit Polymarket und Kalshi, aber Meta will das ändern. Es handelt sich um eine eigenständige App, losgelöst von Facebook und Instagram. Dennoch hofft Meta, gerade diese enorme Anhängerschaft zu nutzen.

Im März verzeichneten die Apps des Unternehmens noch 3,56 Milliarden tägliche Nutzer. Insider bezeichnen das Projekt als experimentell, aber als oberste Priorität.

Vorhersagemärkte werden oft mit Krypto in einen Topf geworfen, aber das stimmt nur teilweise. Polymarket basiert auf der Blockchain von Polygon (einem Skalierungsnetzwerk über Ethereum) und nutzt den Stablecoin USDC. Kalshi funktioniert hingegen wie eine normale Börse, ohne Krypto-Wallet, und unterliegt der US-Aufsicht.

Arena schlägt einen anderen Weg ein. Nutzer setzen kein echtes Geld ein, sondern spielen mit Punkten wie in einem Videospiel. Meta schließt jedoch nicht aus, dass später doch mit echtem Geld gewettet werden kann.

Meta hatte bereits eine Vorhersage-App

Es ist nicht der erste Versuch. 2020 brachte Meta die App Forecast auf den Markt, mit der Nutzer während der Coronapandemie die Zukunft vorhersagen konnten. Zwei Jahre später wurde sie eingestellt.

Der Durchbruch kam bei den US-Wahlen 2024. Bei Polymarket wurden etwa 3,6 Milliarden Dollar bei Wetten auf das Ergebnis umgesetzt, das größte Ereignis in der Geschichte der Vorhersagemärkte. Plötzlich war der Sektor in jedem Wahlbericht präsent.

Aber die eigentliche Explosion folgte danach. Das gemeinsame Monatsvolumen von Polymarket und Kalshi stieg von weniger als 5 Milliarden Dollar im September 2025 auf etwa 31 Milliarden im Mai 2026, wobei der Mai der bisherige Rekordmonat war. Zum Vergleich: Über legale amerikanische Sportwetten wurden 2025 durchschnittlich 14 Milliarden pro Monat umgesetzt.

Kalshi wurde kürzlich mit 22 Milliarden Dollar bewertet, Polymarket mit etwa 15 Milliarden. Kein Wunder, dass Zuckerberg mitmischen will.

Fast jede Kryptobörse will ebenfalls profitieren. Coinbase ging im Januar in allen fünfzig Bundesstaaten an den Start, obwohl das im Hintergrund über Kalshi läuft. Binance öffnete im April die Tür in seiner Wallet über die dezentrale Plattform Predict.fun. Auch Kraken kündigte an, noch in diesem Jahr folgen zu wollen.

Auch die Investment-App Robinhood ist dabei. Nutzer handeln dort mit Event-Kontrakten neben ihren Aktien und Krypto, ebenfalls über Kalshi.

Das schnelle Wachstum hat auch die Aufsichtsbehörden aufmerksam gemacht. In den Vereinigten Staaten führt die CFTC, die Aufsichtsbehörde für den Derivatemarkt, juristische Auseinandersetzungen mit verschiedenen Staaten.

Die große Frage: Dienen die Kontrakte einem echten Zweck, oder ist es einfach nur Glücksspiel? Vor allem Wetten auf Wahlen und Geopolitik sind heikel.

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