Rumble hat eine eigene Kryptowallet eingeführt und geht damit einen neuen Schritt im Wettbewerb mit seinem großen Konkurrenten YouTube. Die Videoplattform stellt die sogenannte Rumble Wallet vor, mit der Zuschauer die Content-Ersteller direkt mit Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen belohnen können, ohne die Einbeziehung von Banken oder Werbenetzwerken.
Zusammenarbeit mit Krypto-Gigant Tether
Die Wallet wurde in Zusammenarbeit mit Tether, dem Herausgeber der weltweit größten Stablecoin USDT, entwickelt und ist ab sofort in die Rumble-App integriert. Diese Woche erfolgte die Ankündigung über eine Pressemitteilung.
Nutzer können Content-Ersteller mit Trinkgeldern in Bitcoin (BTC), USDT und Tether Gold (XAUT), einer Kryptowährung gekoppelt an den Goldwert, unterstützen. Laut Rumble bietet dies den Erstellern eine zusätzliche Einnahmequelle, die unabhängig von Werbung und Abonnements ist.
Die Rumble Wallet ist vollständig non-custodial. Das bedeutet, dass Nutzer die Kontrolle über ihre Krypto behalten und Rumble keinen Zugang zu den Vermögenswerten hat.
Die Wallet basiert auf Tethers Wallet Development Kit, einer Plattform, mit der Unternehmen Krypto-Lösungen ohne zentrale Verwahrung entwickeln können.
Es ist das erste Mal, dass diese Technologie live eingesetzt wird. Zahlungen und Umrechnungen zwischen Krypto und traditionellen Zahlungsmethoden erfolgen über MoonPay. Damit können Nutzer auch einfach Geld über Kreditkarten und Zahlungs-Apps einzahlen oder abheben.
CEO Chris Pavlovski bezeichnet den Schritt als logische Kombination. „Rumble steht für freie Meinungsäußerung und Freiheit, genau wie Krypto und ein dezentrales Internet. Die Rumble Wallet ist die natürliche Verschmelzung dieser Ideen“, sagte er bei der Ankündigung.
Rumble will mit Coinbase und Venmo konkurrieren
Pavlovski geht noch einen Schritt weiter. In einem Beitrag auf X erklärte er, dass die Rumble Wallet direkt mit Anbietern wie Coinbase und Venmo konkurrieren will. Der große Unterschied liegt seiner Meinung nach in der Struktur: keine zentrale Kontrolle und keine Möglichkeit, Konten zu schließen.
Auch Tether-CEO Paolo Ardoino sieht die Wallet als Schritt zu einem freieren Internet. Er spricht von „dezentralisierten und freiheitsfördernden Werkzeugen“, mit denen Millionen von Nutzern Krypto ohne Zwischenpersonen nutzen können.
Rumble positioniert sich schon länger als „Free Speech“-Alternative zu YouTube und zieht Ersteller an, die genug von Demonetarisierung und strikter Moderation haben. Tether ist dabei ein wichtiger Partner. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren Hunderte Millionen Dollar in Rumble investiert und besitzt inzwischen fast die Hälfte der ausstehenden Aktien.
Vor einem Jahr tauchte Rumble bereits in den Bitcoin-Nachrichten auf. Damals gab Pavlovski bekannt, dass das Unternehmen seine erste Bitcoin-Investition getätigt hatte. Der Betrag wurde nicht spezifiziert, aber er sagte zumindest, dass es „nicht das letzte Mal sein wird“.
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