Das XRP Ledger senkt die Reserveanforderungen für neue Wallets von 10 XRP auf 1 XRP. Damit verringern sich die Kosten für die Erstellung einer Wallet von 25,60 Dollar auf 2,56 Dollar. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Nutzern die Erstellung eigener Wallets zu erleichtern und so die Adoption der Technologie zu fördern.
Was bedeutet das konkret?
Die Aktivierung eines XRP-Kontos kostet jetzt nur noch 1 XRP, zuvor waren es 25 XRP. Durch diese Änderung wird es auch möglich, XRP, die bisher aufgrund der Reserveanforderungen gebunden waren, wieder auszugeben.

Darüber hinaus wurde die Reserveanforderung für das Halten von Non-Fungible Tokens (NFTs), Trust Lines, Signer Lists oder Owner Directories auf 0,2 XRP gesenkt. Zuvor lag dieser Betrag bei 2 XRP, was etwa 5,12 Dollar entspricht.
Diese Änderungen mögen nicht gigantisch erscheinen. Die Reserven existieren, um zu verhindern, dass die Größe der Blockchain übermäßig anwächst, indem Kosten für die Erstellung von Wallets eingeführt werden.
Andernfalls könnten Nutzer das Netzwerk angreifen, indem sie Millionen Wallets ohne XRP erstellen, was die Nodes des Netzwerks erheblich belasten würde.
Kritik an den Reserveanforderungen
Entwickler äußerten schon länger Kritik an den „hohen“ Reserveanforderungen von XRP. Sie argumentierten, dass diese die Adoption der digitalen Währung behindern könnten.
Dieses Argument wird jedoch oft angezweifelt. Wenn schon eine Barriere von 10 Dollar Nutzer davon abhält, die Währung zu adoptieren, dann würde eine Barriere von 0 Dollar daran vermutlich auch nichts ändern.
Zudem sind Personen, die nicht bereit oder in der Lage sind, 10 Dollar zu investieren, wahrscheinlich nicht die Investoren, die für eine echte Adoption eines finanziellen Vermögenswerts erforderlich sind. Solche Nutzer werden die Marktentwicklung nicht entscheidend beeinflussen.
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