XRP ist seit Jahren eine der beliebtesten Kryptowährungen, mit einer treuen Community und sehr hohen Kursprognosen. Dennoch scheint das Vertrauen derzeit zu schwinden. Die Aktivität im Netzwerk hat rapide abgenommen: In nur einem Monat ist die Anzahl der neu erstellten Adressen um ganze 44% gefallen.
Eine unerwartete Entwicklung, die Fragen über die Zukunft von XRP aufwirft. Hält der XRP Kurs stand – oder steht uns ein Crash bevor?
Hält XRP stand über $2?
Aus Daten des Blockchain-Analyseplattforms Glassnode geht hervor, dass die Anzahl der neuen Benutzer von XRP stark zurückgegangen ist: von 5.200 am 22. März auf nur noch 2.900 am 17. April. Dieser Rückgang von 44% innerhalb eines Monats deutet üblicherweise auf ein nachlassendes Interesse unter Investoren hin, was das Risiko weiterer Kursdruck erhöht. Obwohl Panik noch nicht angebracht ist, ist es eine Entwicklung, die genau beobachtet werden muss.
Die entscheidende Frage ist nun, ob es XRP gelingt, über der psychologisch wichtigen Grenze von $2 zu bleiben. Bis jetzt hält sich der Kurs relativ stabil, aber ein Durchbruch nach unten könnte einen scharfen Fall verursachen. Während der Korrektur früher dieses Jahres fiel der Kurs bereits kurzzeitig auf $1,65 – ein Niveau, das jetzt möglicherweise als Unterstützung dient. Dennoch warnt der Krypto-Analyst CrediBull, dass ein weiterer Rückgang möglich ist. Er sieht neue Unterstützung erst bei $1,30 bis $1,40, was einem Rückgang von über 38% im Vergleich zum aktuellen Kurs entsprechen würde.
Hoffnung auf lange Sicht
Das nachlassende Interesse an XRP lässt sich teilweise durch breitere makroökonomische Unsicherheiten erklären. Weltweit herrscht Unklarheit über die Geldpolitik von Großmächten wie den Vereinigten Staaten und China, was viele Investoren dazu veranlasst, vorerst abseits zu stehen.
Dennoch gibt es auch positive Signale für die langfristige Perspektive. So arbeitet Ripple zusammen mit SocGen Forge, dem digitalen Arm der französischen Bank Société Générale, an der Einführung einer Euro-gedeckten Stablecoin auf dem XRP Ledger (XRPL). Diese Zusammenarbeit könnte in Zukunft zur breiteren Adoption von XRP beitragen, besonders da immer mehr institutionelle Akteure ihr Interesse an der Blockchain-Technologie zeigen.
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