Der Kryptomarkt wankt derzeit. Bitcoin (BTC) führt den Pessimismus mit einem kräftigen Rückgang von 7,4 Prozent seit seinem Allzeithoch in der vergangenen Woche von 124.500 Dollar an. Auch XRP wird hart getroffen, mit Verlusten von über 11 Prozent im gleichen Zeitraum. Geht es nach dem Kryptoanalysten Ali Martinez, könnte es damit nicht getan sein, und die Digitalwährung steht an einem entscheidenden Punkt.
Wichtiger Widerstand bei 3,30 Dollar
Auf X warnt der bekannte Analyst, dass die Münze in eine Abwärtsspirale geraten könnte. Seiner Ansicht nach ist ein Rückgang auf 2,60 Dollar wahrscheinlich, wenn der Kurs nicht bald steigt. Im schlimmsten Fall fällt XRP sogar auf 2 Dollar. Das entspräche einem Rückgang um 32,7 Prozent gegenüber dem aktuellen Preis von 2,97 Dollar.
Dieser Kurs von 2 Dollar wurde zuletzt im Juni erreicht. Damit könnten frühere Gewinne in kurzer Zeit verdampfen, falls das Schreckensszenario des Analysten Wirklichkeit wird.
Auf der Unterseite liegt laut dem Analysten eine wichtige Unterstützungszone bei 2,81 Dollar. Fällt XRP darunter, kann der Optimismus am Markt schnell in Angst und Unsicherheit umschlagen.
Um das positive Sentiment zurückzugewinnen, betont Martinez, dass XRP ein wichtiges technisches Niveau durchbrechen muss. Seiner Ansicht nach ist 3,30 Dollar der entscheidende Widerstand, um den sich alles dreht. In der Vergangenheit erwies sich dieses Preisniveau als hartnäckige Barriere. Erst wenn XRP diesen Bereich überzeugend überwinden kann, entsteht erneut Raum für eine Aufwärtsbewegung.
Makroökonomisches Sentiment belastet die Kurse
Die schwache Kursentwicklung kommt nicht aus heiterem Himmel. Der breitere Kryptomarkt steht unter Druck nach enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten und steigender Inflation. Diese Kombination erschwert es der Zentralbank, schnell zu Zinssenkungen überzugehen.
Anleger rechneten massenhaft mit einer Zinssenkung im September, doch diese Erwartung hat in den vergangenen Tagen etwas nachgelassen. Das Ausbleiben von Unterstützungsmaßnahmen seitens der Zentralbank erhöht das Risiko zusätzlicher Korrekturen im Kryptosektor. Damit befindet sich XRP in einem Spannungsfeld zwischen technischer und makroökonomischer Unsicherheit.
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