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XRP-ETFs verzeichnen seit acht Wochen in Folge Nettozuflüsse. Vor allem in der vergangenen Woche zogen die Fonds viel frisches Kapital an. Bei den Bitcoin-(BTC)-ETFs zeigt sich dagegen das gegenteilige Bild. Dort fließt seit Wochen Geld ab.
In der vergangenen Woche flossen den XRP-ETFs 22,99 Millionen Dollar zu. Das war der höchste wöchentliche Zufluss für XRP-ETFs im Juni. Am 26. Juni sammelte der Fonds von Bitwise mit 11,18 Millionen Dollar das meiste neue Kapital ein. Der XRPZ-Fonds von Franklin Templeton folgte mit Zuflüssen von 3,8 Millionen Dollar.
Auffällig ist, dass die XRP-Fonds in der vergangenen Woche an keinem einzigen Tag Nettoabflüsse verzeichneten. Die sieben aktiven ETFs verwalten zusammen inzwischen knapp 1 Milliarde Dollar.

Die starken Zuflüsse bedeuten allerdings nicht, dass der XRP-Kurs nur eine Richtung kennt. Der Coin wird nahe der Marke von 1 Dollar gehandelt und liegt damit weiterhin deutlich unter dem im Januar erreichten Hoch von 2,40 Dollar. Dennoch investieren Anleger über regulierte Fonds weiter in XRP.
Das könnte darauf hindeuten, dass institutionelle Investoren die Aussichten für XRP günstiger einschätzen als die des breiteren Kryptomarkts. Klarere regulatorische Vorgaben für den Token könnten dabei eine Rolle spielen.
Bei den Bitcoin-ETFs fällt das Bild deutlich schwächer aus. Die US-Spot-ETFs verzeichnen inzwischen seit sieben Wochen in Folge Nettoabflüsse. In der vergangenen Woche flossen innerhalb von drei Tagen sogar rund 1,5 Milliarden Dollar aus den Fonds ab.
Das insgesamt verwaltete Vermögen sank von rund 107,8 Milliarden Dollar Mitte Mai auf 81,85 Milliarden Dollar. Dieser Rückgang geht nicht nur auf Abflüsse von Anlegern zurück, sondern auch auf den fallenden Bitcoin-Kurs.

Bitcoin fiel Ende vergangener Woche unter 60.000 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Der Coin liegt inzwischen rund 30 Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn und mehr als 50 Prozent unter dem Rekordkurs von 126.272 Dollar aus Oktober 2025.
Makroökonomische Unsicherheit spielt eine wichtige Rolle. Schwäche bei KI- und Chipunternehmen veranlasste Anleger dazu, weniger Risiko einzugehen. Zudem sorgten Zweifel am Fortschritt des US-amerikanischen CLARITY Act für zusätzlichen Druck.
Der Gegensatz ist damit deutlich. Während aus Bitcoin-ETFs seit Wochen Kapital abfließt, ziehen XRP-ETFs weiter frisches Geld an. Ob sich dieser Trend auch im Juli fortsetzt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Analyst Ali Martinez zufolge deuten zwei technische Signale nach wochenlangen Kursverlusten auf eine mögliche Erholung des XRP-Kurses hin.
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