Das Projekt zur Augenscannung und menschlichen Identifizierung, Worldcoin, sieht sich mit Anschuldigungen der Preismanipulation und des Betrugs konfrontiert.
Diese Anschuldigungen kommen nur einen Tag, nachdem das Projekt angekündigt hatte, die Entsperrung von 80 % seines nativen Tokens, WLD, zu verschieben.
Änderungen im Entsperrungsplan des nativen Tokens
Am 16. Juli kündigte Tools for Humanity (TFH), der Entwickler von Worldcoin, Änderungen im Entsperrungsplan seines nativen Tokens an. Die Organisation verlängerte den Entsperrungsplan für 80 % der Worldcoin (WLD)-Tokens, die sich im Besitz von Investoren und Teammitgliedern befinden. Anstatt die Tokens über drei Jahre hinweg freizugeben, wird die Entsperrung nun über mehr als fünf Jahre verteilt, beginnend am 24. Juli. Dadurch werden die WLD-Tokens in den nächsten vier Jahren schrittweise entsperrt, mit einem Enddatum im Juli 2028.
Die Verlängerung bedeutet, dass weniger Tokens sofort auf den Markt kommen, wodurch ein Anstieg des Angebots vermieden wird, der den Preis erheblich senken könnte.
Einen Tag nach dieser Ankündigung stieg der Preis der WLD-Tokens laut dem Krypto-Datentracker CoinGecko innerhalb von nur zwei Tagen um 68 %. Der Preis von WLD stieg von 1,90 $ am 15. Juli auf 2,81 $ am 16. Juli und erreichte am 17. Juli einen Höchststand von 3,20 $, bevor er auf 3,11 $ korrigierte.
Beschäftigung mit Preismanipulation und Täuschung
Am 17. Juli veröffentlichte das DeFi-Insights-Konto DeFi Squared eine lange Nachricht auf X, in der behauptet wurde, dass das Worldcoin-Team sich mit Preismanipulation und Täuschung beschäftige. Das Konto erklärte, dass die täglichen Preisbewegungen des Tokens oft vom Team durch Änderungen bei Emissionen, Market-Maker-Verträgen und gut getimte Ankündigungen vor den Entsperrungen beeinflusst wurden.
Das DeFi-Insights-Konto deutete auch an, dass jemand im Team möglicherweise „Insiderinformationen verwendet hat, um den Nachrichten einen Schritt voraus zu sein“, bevor diese öffentlich gemacht wurden.
„Größter Betrug des Bull Runs“
Auch der Krypto-Forscher ZachXBT mischte sich in die Diskussion ein. Er beschuldigte Risikokapitalgeber und Teammitglieder der Mitwisserschaft an dem, was er „den größten Betrug des Bull Runs“ nannte. ZachXBT stellte fest, dass sich diese Personen für ihre Rolle und ihr mangelndes Handeln zur Verhinderung der Situation schämen sollten. Er reagierte auch auf einen Worldcoin-Thread, in dem er behauptete, dass das Projekt Insidern erlaubte, von dem vermeintlichen Betrug zu profitieren.
Das Worldcoin-Projekt bleibt unter Beschuss, während die Anschuldigungen der Preismanipulation und des Betrugs weiter untersucht werden.
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