Cameron Winklevoss, der Gründer und CEO von Gemini, kritisiert die Digital Currency Group (DCG) und ihren CEO Barry Silbert erneut scharf. Der CEO von Gemini hat genug von der Verzögerungstaktik von Silbert und DCG, die der Handelsplattform von Winklevoss noch 1,47 Milliarden Dollar schulden.
Was ist passiert?
Camerons Gemini nutzte ein sogenanntes Earn Program. Damit konnten Nutzer der Handelsplattform ihr Krypto-Vermögen einsetzen und theoretisch eine Rendite erzielen. Das Problem ist nun, dass die Schwestergesellschaft Genesis von DCG der Kreditgeber hinter dem Earn Program war.
Am 16. November kündigte Genesis plötzlich die vorübergehende Aussetzung der Abhebungen von der Plattform an. Später, am 19. Januar 2023, musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.
Gemini versucht nun schon seit einiger Zeit, mehr als eine Milliarde Dollar von seinen Nutzern von Genesis zurückzubekommen, war dabei aber bisher wenig erfolgreich.
Cameron Winklevoss hat genug davon und stellt DCG CEO Barry Silbert ein Ultimatum. „Akzeptieren Sie das beste und letzte Angebot bis 16:00 Uhr am 6. Juli, oder Sie stehen am 7. Juli vor Gericht“, ist in seinem letzten Brief an Silbert zu lesen.
Schlimmer als Sam Bankman-Fried?
In seinem Brief nennt der wütende CEO von Gemini Barry Silbert schlimmer als Sam Bankman-Fried. „Man muss schon sehr speziell sein, um 3,3 Milliarden Dollar Schulden bei Hunderttausenden von Menschen zu haben und dann zu glauben, dass man selbst eine Art Opfer ist“, sagt Winklevoss.
„Sogar Sam Bankman-Fried war zu solchen Illusionen nicht fähig“, ist Winklevoss hart über Barry Silbert.
Winklevoss möchte, dass Silbert die Zahlung in Bitcoin, Ethereum oder in US-Dollar leistet. Angesichts der Tatsache, dass DCG immer wieder versucht zu verzögern, ist es fraglich, ob Silberts Firma überhaupt die Mittel hat, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
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