Öl bleibt nach wie vor ein enorm wichtiges Gut, von dem unsere gesamte Weltwirtschaft abhängig ist. Einer der größten Riesen auf diesem Gebiet? Das ist Shell, das seine Ursprünge in unserem eigenen kalten Kikkerlandje hat. Jetzt jedoch kursiert ein besonderes Gerücht, das Shells dominante Position auf dem Energiemarkt weiter ausbauen könnte.
Megadeal in der Mache?
Shell möchte British Petroleum (BP) übernehmen. BP ist wie Shell hauptsächlich in Öl und Gas tätig. Das Bemerkenswerte ist, dass Shell formell erklärt hat, keine Gespräche geführt zu haben. Trotz der Dementis schließen Experten nicht aus, dass im Hintergrund bereits einiges geschieht. Laut Berichten des Wall Street Journal wird der Deal besprochen. Laut Quellen befindet sich der Deal noch in einem frühen Stadium.
Das Bemerkenswerte ist, dass beide Unternehmen enorm groß sind. BP hat derzeit einen Marktwert von etwa 80 Milliarden Dollar. Shell ist etwa 210 Milliarden Dollar wert. Mit der Übernahme könnte das Unternehmen damit grob zum 30. größten Unternehmen werden. Es würde neben Unternehmen wie Coca-Cola und dem niederländischen ASML stehen.
Die Übernahme kommt nicht ganz unerwartet. BP hat nämlich in den letzten Jahren eine hohe Schuldenposition von etwa 60 Milliarden Dollar aufgebaut. Es machte große Verluste mit seinen Investitionen in grüne Energie und Wasserstoff. Das Unternehmen blieb in Bezug auf die Leistung hinter den Konkurrenten zurück.
Shell scheint zudem über ausreichende finanzielle Schlagkraft zu verfügen, um seinen Konkurrenten zu übernehmen. Das Unternehmen verfügt über eine starke Kassenposition, mit Milliarden an Bargeldreserven. Darüber hinaus könnte die Übernahme teilweise durch einen Aktientausch realisiert werden. Dies ist eine Methode, bei der ein Unternehmen eine Übernahme finanziert, indem es eigene Aktien ausgibt. In diesem Fall könnten die Aktionäre von BP Aktien von Shell erhalten.
Aktien schießen hoch, fallen aber schnell wieder
Allein das Gerücht der Übernahme schien zunächst gut bei den Anlegern anzukommen. BP stieg heute Morgen um 2,2 Prozent, und auch Shell stieg leicht um 1 Prozent. Interessanterweise fielen beide Aktien später am Nachmittag wieder, wahrscheinlich weil die Nachricht immer noch auf Gerüchten beruht.

Unternehmensübernahmen sorgen meist für Volatilität. Dies liegt daran, dass die Aktionäre des übernommenen Unternehmens oft eine Prämie auf den aktuellen Aktienkurs erhalten. Mit anderen Worten, das übernehmende Unternehmen (in diesem Fall Shell) ist bereit, mehr als den Marktpreis zu zahlen. Das bringt sofortigen Kursgewinn. Für das übernehmende Unternehmen sieht die Situation anders aus. Eine solche Übernahme kostet viel Geld und birgt Risiken. Aktionäre fragen sich dann auch, ob dies eine kluge Verwendung ihres Kapitals ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass wir auf dieser Seite einen Rückgang im Aktienpreis sehen.
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