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Die Vereinigten Staaten haben einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens über einen möglichen vorläufigen Friedensdeal entschieden dementiert. Laut iranischen Medien könnte die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz einen Monat nach Inkrafttreten des Abkommens wieder vollständig normalisiert werden.

Das Weiße Haus bezeichnet diese Berichterstattung jedoch als „völlig erfunden“.

„Dieser Bericht von iranisch kontrollierten Medien ist falsch. Das von ihnen veröffentlichte Memorandum ist vollständig erfunden“, schrieb das Weiße Haus am Mittwoch in sozialen Medien. „Niemand sollte einfach Informationen der iranischen Staatsmedien vertrauen.“

Weitere umstrittene Punkte aus dem vermeintlichen Abkommen

Laut IRIB News enthielt das angebliche Entwurfsabkommen noch weitere heikle Vereinbarungen. So solle die US-Marine ihre Blockade um iranische Häfen aufheben und sich aus den Gewässern rund um Iran zurückziehen.

Darüber hinaus berichtete das iranische Staatsfernsehen, dass Iran gemeinsam mit Oman ein System zur Verwaltung der Schifffahrt durch die Straße von Hormuz einrichten wolle. Genau dieser Punkt ist in den Verhandlungen besonders umstritten.

Die Vereinigten Staaten betonen seit Langem, dass die Passage durch Hormuz für die internationale Schifffahrt frei und ungehindert bleiben muss. Ein System, das Iran mehr Kontrolle über Inspektionen oder Durchfahrtsrechte einräumt, stößt daher auf starken Widerstand aus Washington.

Oman selbst hat sich in den letzten Wochen kaum öffentlich zu den iranischen Behauptungen geäußert, dass beide Länder Gespräche über eine gemeinsame Überwachung der Meerenge führen.

„Die Verwaltung von Schiffsüberfahrten, Inspektionen und die Erhebung von Servicegebühren fällt in den Zuständigkeitsbereich der Islamischen Republik, in Zusammenarbeit mit Oman“, berichtete IRIB News.

Gleichzeitig scheint Iran sich noch immer nicht vollständig auf eine komplette Wiedereröffnung der strategischen Schifffahrtsroute festzulegen.

Gespräche über Hormuz gehen weiter

Trotz der deutlichen Dementis aus Washington scheinen die Gespräche zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hinter den Kulissen weiterzugehen. Beide Länder verhandeln derzeit über eine Verlängerung des Waffenstillstands um etwa zwei Monate, während auch die Zukunft der Straße von Hormuz auf dem Tisch liegt.

Die Spannungen rund um die strategische Meerenge haben die globalen Energiemärkte in den vergangenen Monaten stark unter Druck gesetzt. Seit Teheran die Passage Anfang Februar faktisch einschränkte, als der Krieg ausbrach, sind die Öl- und Gaspreise erheblich gestiegen. Das schürte weltweit erneut Inflationsängste.

Sowohl Iran als auch die Vereinigten Staaten berichten, dass die Gespräche über Vermittler wie Katar und Pakistan Fortschritte machen. Laut Marco Rubio, Außenminister unter Präsident Donald Trump, könnten möglicherweise nur noch wenige Tage benötigt werden, um zu einer Einigung zu kommen.

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