Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus sorgt für erhebliche Unruhe in der Finanzwelt. Mit der bevorstehenden Einführung neuer Importzölle hält die Wall Street den Atem an.
Dennoch muss diese Entwicklung nicht zwangsläufig schlechte Nachrichten für den Kryptomarkt bedeuten. Im Gegenteil: Laut verschiedenen Analysten könnten Trumps Zölle und Bitcoin sich langfristig sogar positiv beeinflussen.
Bitcoin unter Druck
In den ersten Monaten der neuen Präsidentschaft ist der Bitcoin-Kurs (BTC) deutlich gefallen. Von einem Allzeithoch (ATH) von fast 109.000 $ sank der Kurs auf etwa 84.300 $ zum Zeitpunkt dieses Artikels. Anleger flüchteten massenhaft in sichere Häfen wie Gold, das kürzlich in US-Dollar ein neues Rekordhoch erreicht hat.
Eine neue Form von Gold
Omid Malekan, Professor an der Columbia Business School, weist jedoch darauf hin, dass der Anstieg für BTC noch bevorstehen könnte. Seiner Ansicht nach wird die Kryptowährung zunehmend als digitales Äquivalent zu Gold angesehen. In einer Welt, in der das Vertrauen in den US-Dollar abnimmt, könnte Bitcoin davon profitieren. Bereits jetzt versuchen Zentralbanken weltweit, ihre Abhängigkeit vom Dollar zu verringern – das öffnet die Tür für alternative Währungen.
Zudem ist es wahrscheinlich, dass die negativen Auswirkungen der Zölle bereits weitgehend in den aktuellen Marktpreisen eingepreist sind. Dadurch könnten weitere Rückgänge begrenzt bleiben und Spielraum für eine Erholung entstehen. Dieses Konzept ist bekannt als die Effiziente Markthypothese (EMH), die besagt, dass Märkte alle verfügbaren Informationen unmittelbar im Preis von Vermögenswerten widerspiegeln.
BTC-Kursprognosen
Haben wir in diesem Fall den Tiefpunkt bereits hinter uns? Möglicherweise ja. Laut Daten der Blockchain-Analyseplattform Glassnode kehren immer mehr langfristige Investoren, die ihre BTC bereits seit über 155 Tagen halten, auf den Markt zurück und kaufen erneut ein. Selbst neue Anleger, die ihre Coins zwischen drei und sechs Monaten halten, verkaufen kaum.
Glassnode spricht von einer „Reakkumulationsphase“, die den vorherigen Verkaufsdruck abfängt und den Kurs stabilisiert. Dies könnte die Grundlage für weitere Kursanstiege bilden.
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