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Immer mehr Länder kaufen Bitcoin (BTC) als strategische Reserveanlage. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehen jetzt einen deutlichen Schritt weiter: Das Land hat seine BTC-Engagements über BlackRocks IBIT-Fonds mehr als verdreifacht.
Aus Daten von Bloomberg geht hervor, dass der Abu Dhabi Investment Council (ADIC) seine Position im iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock um 230 Prozent aufgestockt hat. Ende September hielt ADIC rund 8 Millionen IBIT-Anteile im Wert von etwa 518 Millionen Dollar. Drei Monate zuvor waren es zum Vergleich noch 2,4 Millionen Anteile.
ADIC ist zwar eine eigenständige Einheit, untersteht jedoch Mubadala, dem Staatsfonds der VAE. Laut einem Sprecher betrachtet der Fonds BTC als „digitales Gold“ und als wichtiges Instrument zur Diversifizierung seines Anlageportfolios. „Wir gehen davon aus, diese Vermögenswerte sowohl kurz- als auch langfristig als Teil unserer Strategie zu halten“, heißt es in der Erklärung.
Dieser Schritt unterstreicht das wachsende Interesse von Regierungen an BTC als Alternative zu traditionellen Reservewerten wie Gold. Die VAE stehen mit ihrer Strategie jedoch nicht allein da.
2025 deutet sich als das Durchbruchsjahr für Länder an, die beginnen, eine Bitcoin-Position aufzubauen. So kaufte die Zentralbank Tschechiens erstmals BTC, Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte im Wert von 1 Million Dollar. Luxemburg reservierte 1 Prozent seines Staatsfonds für Krypto-Assets, darunter BTC – insgesamt rund 7 Millionen Euro.
El Salvador, eines der ersten Länder mit nationaler BTC-Reserve, stockte seine Bestände um weitere 100 Millionen Dollar auf und kommt damit auf 7.474 BTC. Regierungen halten inzwischen gemeinsam mehr als 645.000 BTC. Damit sind sie nach börsennotierten Unternehmen und ETF’s die drittgrößten BTC-Halter weltweit.
Laut dem Vermögensverwalter Bitwise entspricht dies jedoch nur 1,5 Prozent des gesamten BTC-Angebots. Zum Vergleich: Staaten besitzen rund 17 Prozent der weltweiten Goldreserven. BTC befindet sich nach Einschätzung von Bitwise damit noch in einer frühen Phase der staatlichen Adoption.

Trotz des Optimismus gibt es auch Risiken. Der BTC-Kurs ist im vierten Quartal um mehr als 35 Prozent gefallen und liegt derzeit bei rund 80.000 Dollar. Diese Korrektur gilt als erster echter Stresstest für das langfristige Vertrauen der Regierungen in ihre Bitcoin-Positionen.
Die Quartalsberichte Anfang 2026 werden zeigen, welche Länder an ihren Investments festhalten – und welche aussteigen.
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