Bitcoin durchbrach die magische Marke von 100.000 US-Dollar und kletterte schließlich auf 104.000 US-Dollar, bevor der Kurs in den letzten 30 Minuten des Tages auf 92.000 US-Dollar abstürzte. Was ist passiert? Warum fiel der Bitcoin-Kurs so drastisch?

Der Bitcoin-Crash
Der Bitcoin-Kurs fiel plötzlich stark ab, obwohl die Stimmung nach dem Durchbrechen der 100.000-Dollar-Marke sehr optimistisch war.
Ein Teil des Marktes reagierte übermäßig euphorisch und eine große Gruppe von Tradern eröffnete gehebelte Positionen auf Bitcoin – sie setzten also geliehenes Geld ein, um auf weitere Kursanstiege zu spekulieren.

Einige Trader waren bereit, Finanzierungskosten von 100 % pro Jahr zu zahlen, nur um ihre Positionen zu halten. Doch als der Kurs fiel, wurden viele dieser Trader liquidiert. Sie mussten gezwungenermaßen Bitcoin verkaufen, um das geliehene Geld zurückzuzahlen. Diese Zwangsverkäufe verstärkten den Abwärtstrend weiter, da Angebot und Nachfrage kurzfristig stark aus dem Gleichgewicht gerieten, was zu solch extremen Kursbewegungen führen kann.
Ein zu schneller Anstieg
Man könnte sagen, dass der Anstieg von Bitcoin einfach zu schnell verlief. Der Sprung über die 100.000 US-Dollar war wie der Start einer Rakete – und oft folgt darauf eine heftige Gegenbewegung.
In der Regel ist es „gesünder“, wenn der Bitcoin-Kurs schrittweise neue Höchststände erreicht.
Dennoch haben wir die Marke von 100.000 US-Dollar erreicht, und das dürfte die Nachfrage weiter ankurbeln. Nun braucht Bitcoin jedoch Käufer auf dem Spotmarkt – Investoren, die Bitcoin auf regulärem Wege kaufen und so die Nachfrage stabil erhöhen. Die gehebelten Spekulanten dürften sich nach diesem Crash erst einmal zurückhalten.
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