Nach einer turbulenten Woche voller geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit steht der Kryptomarkt erneut vor einigen wichtigen Momenten. Von einer Zinsentscheidung in Japan bis zu Aussagen von Jerome Powell: Diese Woche könnte großen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs und andere Kryptowährungen haben.
Zinssitzung der Bank of Japan unter Druck
Die Woche beginnt am Dienstag mit einer Zinssitzung der Bank of Japan (BOJ). Im Januar erhöhte die Zentralbank den Zinssatz auf 0,5% – ein historischer Schritt nach Jahren negativer Zinsen.
Analysten erwarten, dass das aktuelle Niveau beibehalten wird, aber der wirtschaftliche Druck nimmt zu. Japan wird stark von den globalen Handelsspannungen getroffen und sollte die Inflation erneut ansteigen, könnte die BOJ dennoch zu einer neuen Erhöhung entscheiden. Das wäre schlechte Nachrichten für risikoreiche Vermögenswerte wie Aktien und Krypto.
Einzelhandelszahlen der Vereinigten Staaten folgen schnell
Am gleichen Tag veröffentlicht das US Census Bureau die neuesten Zahlen über die Einzelhandelsumsätze. Diese Daten geben Einblick in die Stärke des amerikanischen Verbrauchers, der den größten Teil des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Letzten Monat stiegen die Verkäufe noch um 4,2% auf Jahresbasis. Ein weiterer Anstieg könnte die Hoffnung auf wirtschaftliches Wachstum stärken, während enttäuschende Zahlen gerade Nervosität auf den Märkten verursachen könnten.
Federal Reserve spricht am Mittwoch
Am Mittwoch ist es an der amerikanischen Zentralbank, der Federal Reserve (Fed). Vorsitzender Jerome Powell wird dann um 20:00 Uhr niederländischer Zeit eine Zinsentscheidung bekanntgeben. Derzeit liegt der Zinssatz zwischen 4,25% und 4,50%. Die Hoffnung lebt jedoch weiterhin, dass die Fed bald zu einer Zinssenkung übergeht. Das letzte Mal, dass dies geschah, war vor einiger Zeit, im Dezember 2024.
Als finanzielle Großmacht haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Politik enormen Einfluss auf die globalen Märkte und daher ist es äußerst wichtig, was Powell zu sagen hat. Ein niedrigerer Zinssatz hätte große Auswirkungen auf den Kryptomarkt, da risikoreichere Investitionen bei niedrigeren Zinsen attraktiver werden.
Aber wird Vorsitzender Jerome Powell tatsächlich in Aktion treten? Diese Chance scheint fast null zu sein. Die aktuellen Schätzungen deuten auf eine Wahrscheinlichkeit von 99,8% hin, dass der Zinssatz unverändert bleibt, 0% Chance auf eine Senkung und nur 0,2% auf eine Erhöhung.
Der Widerstand gegen eine Zinssenkung hängt mit der immer noch hohen Inflation und einem starken Arbeitsmarkt zusammen. Gleichzeitig nehmen die Schulden der US-Regierung schnell zu, mit einer Zinslast von über 1 Billion Dollar pro Jahr. Das macht die aktuelle Zinspolitik langfristig unhaltbar. Für Krypto-Investoren ist daher vor allem die Frage: Wann kommt die Wende?
Eskalation im Nahen Osten bleibt Risiko für Märkte
Vielleicht das Spannendste diese Woche ist die Situation im Nahen Osten. Die Spannungen zwischen dem Iran und Israel nehmen zu, und die Welt sieht gespannt zu, ob der Konflikt weiter eskaliert oder ob beide Länder doch beschließen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen für Gespräche über eine mögliche Waffenruhe. Diese geopolitische Unsicherheit kann die Märkte stark in Bewegung bringen.
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