Es besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin (BTC) in den kommenden Tagen weiter steigt, unabhängig davon, was die US-Zentralbank entscheidet. Das mag seltsam erscheinen, aber der Markt sieht mittlerweile über die Zinspolitik der Zentralbanken hinaus, so argumentiert Marcel Pechman in seiner neuesten Analyse für Cointelegraph.
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Die Flucht aus US-Dollars
Es ist jedenfalls klar, dass Investoren ihr Vertrauen in den US-Dollar verlieren. Der Dollarindex (DXY), der den Wert des Dollars gegenüber anderen großen Währungen misst, fiel kürzlich unter 100 Punkte, ein Niveau, das wir seit Juli letzten Jahres nicht mehr gesehen haben.
Gleichzeitig nähert sich Gold seinem Rekordpreis von 3.500 Dollar und stieg das Edelmetall in nur dreißig Tagen um mehr als 12%. Die Kombination aus einem schwächeren Dollar und steigenden Goldpreisen deutet laut Pechman auf etwas Größeres hin, nämlich dass Investoren Zuflucht zu knappen und nicht manipulierbaren finanziellen Vermögenswerten suchen. Und das macht Bitcoin attraktiv.
Heute steht also im Zeichen der US-Zentralbank und ihrer Zinsentscheidung, aber große Überraschungen werden nicht erwartet. Die Chance auf eine Zinssenkung ist gleich null, weshalb sie wahrscheinlich unverändert bleibt.
Dennoch meint Pechman, dass dies keine Bremse für weitere Kursgewinne für Bitcoin sein muss. Er sieht den Markt auch positiv auf die Nachricht reagieren, dass die US-Zentralbank in der vergangenen Woche Staatsanleihen im Wert von 20,5 Milliarden Dollar aufgekauft hat.
Obwohl dies auch wieder eine technische Geschichte war und nicht unbedingt bedeutet, dass die US-Zentralbank die Finanzmärkte wieder durch den Ankauf von Staatsanleihen und anderen finanziellen Vermögenswerten unterstützt.
Steckt die US-Zentralbank in der Klemme?
Wirtschaftsberater Jim Paulsen weist darauf hin, dass die US-Zentralbank zunehmend „in der Klemme“ steckt. Mit Klemme meint er, dass sie einerseits die Inflation berücksichtigen müssen und begrenzten Spielraum für Zinssenkungen haben, während andererseits zunehmend eine Rezession droht.
So stellt Paulsen fest, dass der Zinssatz, den die US-Zentralbank anwendet, über dem sogenannten neutralen Niveau liegt. Das bedeutet, dass der Zinssatz theoretisch auf einem Niveau ist, das eine einschränkende Wirkung auf das Wirtschaftswachstum hat.
Laut Paulsen ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die US-Wirtschaft in eine Rezession gerät, und es wäre daher nicht falsch, wenn die Zentralbank darauf mit Zinssenkungen reagieren würde.
Marcel Pechman sieht darin das ideale Szenario für Bitcoin entstehen. Wenn die US-Zentralbank unter Druck gerät, die Wirtschaft zu stimulieren, würde das die Inflation anheizen und den Wert von Staatsanleihen zerstören; so lautet die Schlussfolgerung von Pechman.
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