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Bitcoin (BTC) und Gold haben in den vergangenen Wochen bis Monaten Schwierigkeiten, Anleger zu überzeugen. Die große Frage ist natürlich, warum diese Assets eine schwache Phase durchlaufen. Marktanalyst Danny Dayan entwickelte kürzlich eine interessante Theorie zu diesem Phänomen. Seiner Ansicht nach ist die Investition in Gold derzeit vor allem ein Luxus. Wahrscheinlich kann man dasselbe über Bitcoin sagen.
Der Kern der Aussage ist, dass wir uns vorerst nicht mehr in einer reinen Entwertungsphase befinden, sondern zunehmend in einem Knappheitsregime. Die Sorgen um den US-Dollar sind in den Hintergrund getreten. Stattdessen gibt es offenbar eher einen Mangel an Dollars.
In einem solchen Umfeld fließt Kapital nicht automatisch in Vermögenswerte, die hauptsächlich von Geldentwertung profitieren, sondern in Rohstoffe, die die Weltwirtschaft unmittelbar benötigt. Zum Beispiel beim Ausbau der KI-Infrastruktur.
Diese Idee wird auch in der untenstehenden Grafik deutlich. Sie zeigt, dass Rohstoffe historisch gesehen in langen säkularen Haussephasen verlaufen können. Der Bloomberg Commodity Spot Index scheint erneut in eine solche Phase eingetreten zu sein.

Gold ist in dieser Phase weniger attraktiv, da es keine direkte Lösung für Engpässe in der realen Wirtschaft bietet. Man kann damit keine Schiffe betreiben, keine Düngemittel herstellen und keine Fabriken beliefern. In einer Welt, in der Krieg, logistische Störungen und Druck auf Lieferketten im Mittelpunkt stehen, hat Gold daher weniger Priorität als Rohstoffe, die benötigt werden.
Die folgende Grafik zeigt deutlich, wie schwach sich das derzeit auswirkt. Die letzten drei Monate für Gold waren die schlechtesten in fünf Jahren.

Für Bitcoin gilt im Grunde dasselbe.
Auch Bitcoin wird von vielen Anlegern als eine Form des Schutzes vor Geldentwertung betrachtet. Doch Bitcoin ist noch weniger in die physische Wirtschaft eingebunden als Gold. Es ist kein industrieller Rohstoff und kein Asset, auf das eine Wirtschaft in Zeiten der Knappheit direkt angewiesen ist. Daher profitiert auch Bitcoin nicht vom Kapitalfluss in essentielle knappe Güter.
Bitcoin und Gold scheitern derzeit nicht zwingend, weil ihre langfristige Erzählung tot ist, sondern weil der Markt aktuell etwas anderes verlangt.
In einem Knappheitsregime fließt das Geld zuerst in das, was für Produktion, Transport und Nahrungsversorgung notwendig ist. Gold ist dann, wie Danny Dayan es nennt, mehr ein Luxus. Und Bitcoin steht noch weiter von dieser wirtschaftlichen Notwendigkeit entfernt.
Aus der Vermögensoffenlegung geht hervor, dass die Bitcoin-Bestände über ein Konto bei der Kryptobörse Coinbase gehalten werden.
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