Die kürzliche Einführung neuer US-Zölle hat den Kryptomarkt stark unter Druck gesetzt. Präsident Donald Trump führte ab Dienstag einen Zoll von 25 Prozent auf Produkte aus Kanada und Mexiko sowie 10 Prozent auf Produkte aus China ein.
Diese protektionistischen Maßnahmen haben zu einem neuen Handelskrieg mit drei der wichtigsten Handelspartner Amerikas geführt, die gemeinsam einen großen Teil des Handelsdefizits von fast 1 Billion Dollar ausmachen.
Kryptomarkt sieht drastischen Rückgang
Am Montag fielen große Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether als Reaktion auf die neuen US-Zölle. Anleger befürchten eine weitere Eskalation der weltweiten Handelskriege und ziehen sich aus risikobehafteten Vermögenswerten zurück. Bitcoin fiel auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen, während Ether seinen tiefsten Wert seit September erreichte.
Die Handelsspannungen zwischen den USA, Kanada, Mexiko und China nehmen weiter zu. Sowohl Kanada als auch Mexiko haben inzwischen Vergeltungsmaßnahmen angekündigt, und China hat rechtliche Schritte gegen die US-Zölle angedeutet. Inzwischen warnte Trump, dass neue Zölle gegen die Europäische Union „definitiv eingeführt werden“.
Warum Krypto von dem Handelskrieg betroffen ist
Trumps Ankündigung der neuen Zölle erfolgte an einem Samstag, an dem die meisten Märkte geschlossen sind—außer dem Kryptomarkt, der rund um die Uhr aktiv bleibt. Der Rückgang der digitalen Währungen zeigt, dass die Unsicherheit bezüglich des internationalen Handels auch negative Auswirkungen auf den aufstrebenden Kryptomarkt hat. Dieses Muster war bereits unter der Politik des US-Präsidenten zu beobachten.
Am Montagmorgen fiel Bitcoin auf etwa 94.000 $, mit einem Tief von 91.000 $. Dies stellt einen erheblichen Rückgang dar, nachdem der Kurs am 20. Januar, als Trump als Präsident vereidigt wurde, ein Rekordhoch von mehr als 107.000 $ erreichte.
Optimismus bei der Ernennung pro-Krypto-Figuren
Bei der Wahlkampagne von Trump wurde erwartet, dass seine pro-Krypto-Haltung positive Auswirkungen auf den Markt haben würde. Seine enge Zusammenarbeit mit Elon Musk—einem Befürworter digitaler Währungen—verstärkte dieses Gefühl. Anleger erwarteten, dass Musks Einfluss und die Ernennung von Paul Atkins, einem Krypto-Befürworter bei der Securities and Exchange Commission (SEC), zu einem günstigen regulatorischen Klima führen würden.
Dennoch sorgen die aktuellen globalen Unsicherheiten dafür, dass Investoren zurückhaltender werden. Der Kryptomarkt zeigt, dass geopolitische Ereignisse einen großen Einfluss auf den Wert digitaler Vermögenswerte haben. Die Frage ist nun, ob eine weitere Eskalation des Handelskrieges den Kryptomarkt noch weiter ins Minus drängen wird.
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