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Bitcoin (BTC) profitiert leicht von den nachlassenden militärischen Spannungen rund um den Iran, doch unter der Oberfläche lauert ein ernstes Problem. Während der Bitcoin-Kurs wieder über die Marke von 78.000 Dollar steigt, haben Miner im ersten Quartal 2026 Bitcoin in Rekordtempo verkauft.

Das könnte die Erholung potenziell bremsen. Denn solange die Akteure, die neue Bitcoins erzeugen, weiterhin massenhaft verkaufen, wird es schwieriger, jeden Anstieg aufrechtzuerhalten.

Miner verkauften mehr als im gesamten Jahr 2025

Den zur Verfügung gestellten Zahlen zufolge verkauften Bitcoin-Miner im ersten Quartal stolze 40.000 BTC. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2025 zusammen und auch deutlich mehr als während der Panik nach dem Zusammenbruch von Terra im Jahr 2022.

Das ist ein deutliches Warnsignal, denn es zeigt, dass der Sektor trotz des höheren Bitcoin-Kurses weiterhin unter Druck steht.

Normalerweise würde man erwarten, dass Miner etwas durchatmen können, wenn sich der Kurs erholt. Doch diese Verkaufswelle deutet genau auf das Gegenteil hin. Die Margen bleiben gering, und viele Miner sehen sich gezwungen, Coins zu veräußern.

Die Wirtschaftlichkeit des Minings steht weiterhin unter Druck

Dieses Bild wird durch die Kombination aus sinkender Mining-Difficulty und einer erneut steigenden Hashrate verstärkt. Die Difficulty fiel um 2,4 Prozent auf 135 Billionen, während die Hashrate in diesem Monat von etwa 978 EH/s auf 992 EH/s stieg.

Diese Kombination ist entscheidend. Wenn Miner gerade in einer Phase geringer Rentabilität massenhaft verkaufen, sagt das viel über ihre finanzielle Lage aus. Im Grunde bedeutet es, dass die Einnahmen aus dem Mining nach wie vor nicht ausreichen, um den Druck durch Betriebskosten und Wettbewerb zu mindern.

Erholung nach Waffenstillstand mit Iran bleibt fragil

Gleichzeitig profitiert Bitcoin durchaus von der relativen Entspannung im Iran. Letzte Nacht kündigte Donald Trump eine Verlängerung des Waffenstillstands an, und dadurch sehen wir nun den höchsten Kurs seit Anfang Februar.

Auch andere Märkte zeigen ein „Risk-on“-Szenario. Aktien steigen, während Öl leicht nachgibt. Das passt zu einer Situation, in der Anleger hoffen, dass der Höhepunkt der geopolitischen Spannungen hinter uns liegt.

ETF’s stützen den Markt vorerst

Auch aus dem institutionellen Markt gibt es positive Nachrichten. Die Spot Bitcoin ETF’s zogen letzte Woche fast 996 Millionen Dollar an neuem Kapital an. Dieses institutionelle Geld hilft, den Markt zu stabilisieren, selbst wenn Miner zusätzliches Angebot auf den Markt bringen.

Dadurch entsteht ein interessantes Kräfteverhältnis. Auf der einen Seite nutzen Miner die Erholung, um zu verkaufen. Auf der anderen Seite sind da ETF’s und andere große Käufer, die dieses Angebot zum Teil auffangen.

Das sorgt dafür, dass der Markt vorerst zwar eine Bodenbildung aufweist, aber noch keine wirklich überzeugende Aufwärtsbewegung schafft.

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