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Nvidia bleibt der wichtigste Titel in der KI-Rally, doch unter der Oberfläche zeigen sich Risse. Während große Investmentbanken ihre Kursziele anheben und fast durchweg positiv gestimmt sind, verdeutlicht die Grafik, dass Käufer zunehmend vorsichtiger werden.
Wedbush sieht Nvidia sogar auf 330 Dollar steigen. Das ist das höchste Kursziel an der Wall Street und würde vom aktuellen Kurs aus einen deutlichen Anstieg bedeuten. Auch Jefferies und Mizuho peilen 300 Dollar an, während Morgan Stanley ein Kursziel von 288 Dollar vorgibt.

Die Argumente für Nvidia sind bekannt. Das Unternehmen ist zentral in der KI-Revolution, verkauft die Chips, auf denen große Sprachmodelle und Rechenzentren laufen, und profitiert weiterhin von enormen Investitionen durch Hyperscaler.
Deshalb bleiben Analysten überwiegend optimistisch. In der vergangenen Woche empfahlen mehrere große Investmentbanken erneut den Kauf. Von den zehn genannten Analysten hat keiner eine Verkaufsempfehlung für Nvidia.
Nvidia stieg ab Ende März um über 44 Prozent, von etwa 164 Dollar auf einen Höchststand von rund 237 Dollar. Seitdem bewegt sich der Titel in einem engen, abwärtsgerichteten Kanal.
Wichtiger ist, dass die Kapitalströme nachlassen. Der Chaikin Money Flow, ein Indikator, der anzeigt, ob unter dem Strich Geld in die Aktie fließt oder aus ihr abfließt, fiel am 27. Mai unter null. Als dies zuletzt im März geschah, fiel Nvidia danach um gut 13 Prozent.

Auch das Handelsvolumen von Privatanlegern war bereits Anfang dieses Monats rückläufig. Das bedeutet, dass nicht nur professionelle Investoren, sondern auch kleinere Händler weniger überzeugt kauften.
Bemerkenswert ist, dass Nvidia mittlerweile volatiler ist als Bitcoin. Die 30-Tage-Volatilität von Nvidia liegt bei rund 33 Prozent, im Vergleich zu etwa 23 Prozent für Bitcoin. Auch schwankt der Titel stärker als der Nasdaq 100 und der S&P 500.

Das macht Nvidia gleichzeitig riskant und interessant. Bei positiven Nachrichten kann sich die Aktie schnell erholen. Wenn die Stimmung jedoch kippt, kann der Rückgang genauso schnell erfolgen.
Der Optionsmarkt tendiert vorerst noch zur positiven Seite. Das Verhältnis von Put- und Call-Optionen ist gesunken, was bedeutet, dass Händler relativ gesehen mehr auf einen Anstieg als auf einen Rückgang setzen. Das deutet darauf hin, dass Spekulanten weiterhin auf eine neue Aufwärtsbewegung hoffen.
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