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State Street, einer der größten Vermögensverwalter weltweit, integriert Tokenisierung in seine Fondsaktivitäten. Der US-amerikanische Finanzriese kündigte am Dienstag an, dass er Ende 2026 einen Service für tokenisierte Fonds von Luxemburg aus starten wird. Damit wagt erneut ein Schwergewicht der traditionellen Finanzwelt den Schritt in Richtung Blockchain.
State Street wird seine Fonds künftig auch digital anbieten, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Das Unternehmen wandelt nicht alle seine Fonds in die Blockchain um, sondern entwickelt einen Service, bei dem digitale und traditionelle Fonds nebeneinander existieren.
State Street agiert als eine Art unsichtbare Bank im Hintergrund. Vermögensverwalter wie Fidelity und Vanguard lassen ihre Fonds dort verwahren und verwalten. Diese Kunden haben künftig die Wahl: ein herkömmliches Fonds oder eine Blockchain-basierte Version. Beide Optionen werden unter demselben Dach und derselben Aufsicht angeboten.
Bei einem tokenisierten Fonds wird das Eigentum an einer Anlage auf einer Blockchain festgehalten. Dies ist das digitale Hauptbuch, auf dem auch Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) basieren.
Der Vorteil? Transaktionen verlaufen deutlich schneller, sind kostengünstiger und transparenter nachzuverfolgen. Während es derzeit manchmal Tage dauert, bis ein Anteil in einem Fonds den Besitzer wechselt, kann dies mit Tokenisierung binnen Sekunden geschehen.
Die tatsächliche Einführung hängt jedoch noch von der Genehmigung der Aufsichtsbehörden ab. Zuvor hatte sich State Street bereits mit dem Schweizer Unternehmen Taurus zusammengeschlossen, das Software für die Verwahrung von Krypto- und digitalen Vermögenswerten entwickelt.
Tokenisierung gilt als eine der vielversprechendsten Anwendungen der Kryptobranche. Immer mehr Finanzriesen drängen darauf, Produkte auf die Blockchain zu bringen, und laut RWA.xyz sind bereits Vermögenswerte im Wert von über 30 Milliarden Dollar tokenisiert worden.
State Street startet seinen Service in Luxemburg und nicht im eigenen Land. Das Großherzogtum ist seit Jahren das Herzstück der europäischen Fondsindustrie, wo fast jeder große Vermögensverwalter ein Büro oder einen Fonds unterhält.
Noch wichtiger: Die Gesetzgebung in Luxemburg erlaubt bereits digitale Fonds. Dadurch kann State Street dort schneller starten als in den meisten anderen Ländern. Wer in Luxemburg ein Fonds auflegt, kann dieses zudem problemlos Kunden in ganz Europa anbieten.
State Street Investment Management, die Vermögensverwaltungssparte des Unternehmens, wird einer der ersten Kunden sein. Somit dient die eigene Sparte direkt als Testlauf.
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