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Die US-Wirtschaft könnte vor einer neuen Inflationswelle stehen. Wall-Street-Analyst Gordon Johnson verweist auf aktuelle Zahlen, die auf einen extremen Preisanstieg hindeuten, mit einer möglichen Inflation von fast zwanzig Prozent.
Das liegt weit über allem, was in den letzten Jahrzehnten beobachtet wurde, und sorgt für erhebliche Unruhe auf den Finanzmärkten.
Neue Daten zu Import- und Exportpreisen zeigen eine deutliche Beschleunigung. Importpreise stiegen um 1,3 Prozent und Exportpreise um 1,5 Prozent, während Analysten nur mit 0,6 Prozent rechneten.
Laut Johnson ist vor allem das Timing bemerkenswert. Der Anstieg erfolgte vor der Eskalation des Konflikts mit Iran. Mittlerweile ist der Ölpreis weiter gestiegen, was ihn befürchten lässt, dass die kommenden Inflationszahlen noch höher ausfallen werden.
Auf Jahresbasis entspräche diese Entwicklung laut ihm einer Inflation von 16,8 bis 19,6 Prozent. Zum Vergleich: Nach der Corona-Pandemie lag die Inflationsspitze bei etwa acht Prozent. Die höchste Inflation seit 1960 wurde 1980 mit 13,5 Prozent gemessen.

Johnson kritisiert die US-Zentralbank scharf. Seiner Meinung nach ist die Federal Reserve nicht nur zu spät in ihrem Handeln, sondern völlig abwesend.
Er fordert sofortige und erhebliche Zinserhöhungen um mehrere Prozentpunkte. Auf die nächste Sitzung zu warten, sei für ihn keine Option mehr.
Seine Warnung ist eindeutig: Ohne schnelles Eingreifen droht eine schwere wirtschaftliche Störung. „Das endet schlecht“, so der Analyst.
Diese Bedenken teilt auch der Ökonom Peter Schiff, der ebenfalls vor einer möglichen Finanzkrise warnt, sollte der Zinssatz nicht rasch angehoben werden.
Bemerkenswert ist, dass die Forderung nach höheren Zinsen im Gegensatz zu den Wünschen von Präsident Donald Trump steht. Seit Anfang 2026 drängte er die Fed wiederholt, die Zinsen zu senken, und das möglichst ohne auf geplante Sitzungen zu warten.
Trotz politischer Wünsche preisen Investoren an den Finanzmärkten mittlerweile weitere Zinserhöhungen ein. Der Krieg in Iran und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft lassen der Fed wenig Spielraum, die Zinsen zu senken, geschweige denn Trumps Wunsch zu erfüllen.
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