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Am 10. August 2020 schrieb Strategy Geschichte. Der US-Softwarekonzern gab bekannt, Bitcoin (BTC) im Wert von 250 Millionen Dollar als Teil seiner Unternehmensreserve gekauft zu haben. Was viele Anleger damals für einen gewagten und umstrittenen Schritt hielten, wurde zu einem Wendepunkt für die institutionelle Akzeptanz von Bitcoin.
Fünf Jahre später hält das Unternehmen Bitcoin im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar im Bestand, zahlreiche weitere börsennotierte Unternehmen führen Bitcoin inzwischen in ihrer Bilanz. Die Strategie, die damals heftige Kritik auslöste, gilt heute als Vorbild für eine neue Generation von Unternehmen, die einen Teil ihrer Liquiditätsreserven in Kryptoanlagen halten.
Als Strategy seinen ersten Kauf ankündigte, befand sich Bitcoin noch in einer völlig anderen Phase als heute. Der BTC-Kurs lag knapp über 10.000 Dollar, der Kryptomarkt war deutlich kleiner.
Institutionelle Investoren standen noch weitgehend an der Seitenlinie, die meisten börsennotierten Unternehmen parkten überschüssige Barmittel in Dollar oder kurzlaufenden Staatsanleihen.
Michael Saylor, damals CEO von Strategy, sah darin ein Risiko. Wegen der niedrigen Zinsen und der stark wachsenden Geldmenge während der Corona-Pandemie rechnete er mit einem strukturellen Kaufkraftverlust von Bargeld. Bitcoin betrachtete er als besseren langfristigen Wertspeicher.
Die Entscheidung stieß auf deutliche Kritik. Analysten hielten es für unverantwortlich, dass ein börsennotiertes Softwareunternehmen einen großen Teil seiner Liquiditätsreserven in einen volatilen, als „riskant“ geltenden digitalen Vermögenswert investierte. Auch Aktionäre fragten sich, warum sich ein Technologieunternehmen so klar an Bitcoin bindet.
Saylor blieb jedoch bei seiner Überzeugung. In den folgenden Jahren – und bis heute – kaufte Strategy nahezu ununterbrochen Bitcoin hinzu. Das Unternehmen nutzt dafür sowohl eigene Mittel als auch Kapital aus Aktien- und Anleiheemissionen.
Der riskante Schritt aus dem Jahr 2020 zahlte sich aus. Der Bitcoin-Kurs stieg bis auf ein Rekordhoch von 69.000 Dollar, die Strategy-Aktie legte massiv zu.
Der Ansatz von Strategy wurde schließlich zum Vorbild für andere Unternehmen. In den folgenden Jahren nahmen immer mehr börsennotierte Firmen Bitcoin als strategischen Reservevermögenswert auf.
Während Strategy 2020 noch ein Ausnahmefall war, hat sich das Konzept einer Bitcoin-Treasury von Unternehmen inzwischen zu einer bekannten Strategie in der Finanzwelt entwickelt.
Michael Saylor spielte dabei eine zentrale Rolle. In Interviews, auf Konferenzen und in Gesprächen mit Vorständen verwies er immer wieder auf die Eigenschaften von Bitcoin als knappem digitalen Vermögenswert und Alternative zu klassischen Liquiditätsreserven. Seine öffentliche Präsenz trug dazu bei, dass sich immer mehr Manager und institutionelle Investoren mit dem Kryptomarkt auseinandersetzten.
Fünf Jahre nach dem ersten Kauf gilt die Entscheidung von Strategy als Auftakt einer breiteren Entwicklung. Zwar verfolgt nicht jedes Unternehmen denselben Ansatz, doch die Zahl der Firmen, die Bitcoin in ihre Bilanz aufnehmen, wächst weiter.
Damit hat die Investition von 250 Millionen Dollar aus dem August 2020 einen festen Platz in der Geschichte von Bitcoin und der Finanzmärkte erhalten.
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