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Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin setzt sich in einem neuen Blogpost für eine tiefgreifende Vereinfachung der Architektur des Netzwerks ein. Sein Ziel: Ethereum innerhalb von fünf Jahren ebenso einfach zu machen wie Bitcoin, ohne bei Sicherheit oder Funktionalität Abstriche zu machen.

Einfachheit als Schlüssel zur Skalierbarkeit

In seinem Blogpost „Simplifying the L1“, veröffentlicht am 3. Mai, beschreibt Buterin, wie ein vereinfachtes Ethereum das Netzwerk robuster gegen Bugs macht, Entwicklungskosten senkt und die Sicherheit erhöht. Er bezieht sich auf die minimalistische Struktur von Bitcoin als Inspirationsquelle:

„Eines der besten Dinge an Bitcoin ist, wie einfach es ist. Diese Einfachheit bietet viele Vorteile. Lassen wir diese Vorteile zu Ethereum bringen.“

Obwohl frühere Upgrades wie Proof-of-Stake und zk-SNARKs Ethereum leistungsfähiger gemacht haben, warnt Buterin, dass die zunehmende technische Komplexität zu längeren Entwicklungszeiten und einer höheren Fehleranfälligkeit führt. Laut ihm ist eine Vereinfachung notwendig, um Ethereum zukunftssicher zu machen.

Was möchte Buterin ändern?

Buterin macht eine Reihe konkreter Vorschläge, um Ethereum einfacher zu gestalten. So möchte er es einfacher machen, festzustellen, welche Transaktionen gültig sind (der Konsens). Dafür führt er eine neue Methode ein, genannt „3-slot finality“, die das System einfacher und sicherer machen soll.

Darüber hinaus möchte er sich langfristig von der Ethereum Virtual Machine (EVM) verabschieden, die derzeit zur Ausführung von Smart Contracts verwendet wird. Stattdessen schlägt er vor, auf RISC-V umzusteigen, ein einfacheres System, das besser mit aufkommenden Technologien wie Zero-Knowledge-Proofs funktioniert. Vorerst werden beide Systeme noch nebeneinander laufen, damit bestehende Anwendungen weiterhin funktionieren.

Er plädiert auch für einheitliche Standards innerhalb des Ethereum-Netzwerks. Derzeit gibt es viele verschiedene Methoden, Daten zu speichern und zu verarbeiten, was das Management erschwert. Mit klaren, universellen Regeln soll das Netzwerk einfacher zu warten sein.

Ethereum steht unter Druck

Der Zeitpunkt von Buterins Aufruf ist bemerkenswert. Ethereum verliert in letzter Zeit an Boden gegenüber schnelleren und günstigeren Konkurrenten wie Solana (SOL). Während des LONGITUDE-Events am 2. Mai räumte Nansen-CEO Alex Svanevik sogar ein, dass Ethereum seine dominante Position im Kryptomarkt verloren hat.

Obwohl ETH immer noch die zweitgrößte Krypto-Asset nach Bitcoin ist, geht die Netzwerkaktivität zurück. Die Frage ist daher, ob Buterins Reformpläne ausreichen, um die Situation zu verbessern.

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