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Ethereum (ETH) hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Der Merge machte das Netzwerk energieeffizienter, Staking wurde ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems, Layer-2-Netzwerke wuchsen schnell und es kamen ETFs hinzu.
Trotzdem hinkt der Ethereum-Kurs hinterher. Ethereum bewegt sich um die 2.000 Dollar und verliert bereits seit geraumer Zeit im Vergleich zu Bitcoin (BTC) an Boden. Das wirft die Frage auf, was Ethereum noch fehlt, um erneut überzeugend Kapital anzuziehen.
Laut Mitbegründer Vitalik Buterin liegt ein wesentlicher Teil der Antwort bei der Privatsphäre.
Die Diskussion begann auf X, wo sich ein Nutzer fragte, warum Ethereum trotz aller Upgrades noch immer um die 2.000 Dollar notiert. Ein anderer Nutzer meinte, dass Ethereum vor allem native Privatsphäre fehlt, um echte „Moneyness“ zu erreichen.
Damit ist gemeint, dass Ether nicht nur ein Token zur Bezahlung von Transaktionsgebühren oder zum Staking ist, sondern auch Eigenschaften erhält, die zu Geld passen, wie Nutzbarkeit, Neutralität, Schutz der Nutzer und breite Akzeptanz.
Das Argument lautet, dass Ethereum erst dann wirklich stärker wird, wenn Privatsphäre standardmäßig Bestandteil des Netzwerks ist, anstatt dass Nutzer externe Werkzeuge oder Mixer benötigen.
Vitalik Buterin mischte sich in die Diskussion ein und wies auf verschiedene Upgrades hin, die bereits in Entwicklung sind. Dazu gehören unter anderem Account Abstraction, Keyed Nonces, FOCIL und Kohaku.
Account Abstraction soll Wallets benutzerfreundlicher und flexibler machen. Nutzer können dann zum Beispiel intelligentere Sicherheitseinstellungen verwenden, Transaktionen leichter verwalten und möglicherweise besser vor Zensur geschützt werden.
Keyed Nonces erleichtern die parallele Verarbeitung von Transaktionen. Derzeit funktionieren Transaktionen oft als feste Abfolge, wodurch ein Problem mehrere Aktionen blockieren kann. Mit Keyed Nonces wird dieses System flexibler.
Der entscheidende Unterschied ist, dass Buterin Privatsphäre nicht nur als etwas für spezielle Tools sieht. Ziel scheint es zu sein, Privatsphäre in normale Walletflows zu integrieren. Nutzer sollten also keine speziellen Mixer oder komplizierten Dienste benötigen, um mehr finanzielle Privatsphäre zu erhalten.
Das passt zu der breiteren Cypherpunk-Richtung, die Buterin Anfang dieses Jahres erneut als wichtig bezeichnete. Ethereum soll laut dieser Vision nicht nur skalierbar und institutionell attraktiv sein, sondern auch neutral, offen und datenschutzfreundlich bleiben.
Für Investoren in Ethereum stellt sich die große Frage, ob bessere Privatsphäre auch zu einer höheren Nachfrage nach der Coin führt. Wenn Privatsphäre auf der Basisschicht mehr Aktivität ins Mainnet zieht, könnten die Transaktionsgebühren steigen und ETH womöglich mehr wirtschaftliche Bedeutung im Netzwerk erlangen.
Das wäre wichtig, denn Ethereum steht in der Kritik. Einige Marktteilnehmer halten Ethereum für weniger geeignet als makroökonomisches Asset im Vergleich zu Bitcoin. Auch das ETH/BTC-Verhältnis steht schon lange unter Druck, was zeigt, dass Anleger derzeit Bitcoin klar den Vorzug vor Ethereum geben.

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