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Venezuela steht an einem politischen Scheideweg. Nach der Verhaftung von Präsident Nicolás Maduro herrscht in dem südamerikanischen Land ein Machtvakuum. Der Kampf um seine Nachfolge zieht weltweit Aufmerksamkeit auf sich, nicht nur wegen Öl und Gold, sondern auch wegen Bitcoin (BTC).
Mit mehreren Kandidaten im Rennen, darunter die Bitcoin-Befürworterin María Corina Machado, wächst das Interesse an den möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Krypto-Adoption.
Machado, die 2025 den Friedensnobelpreis erhielt, ist seit Jahren eine entschiedene Gegnerin des Maduro-Regimes. Laut der Prognoseplattform Kalshi hat sie Chancen, Ende 2026 an die Macht zu kommen. Derzeit liegt sie mit 27 Prozent auf Platz drei. An der Spitze steht Delcy Rodríguez mit 42 Prozent, gefolgt von Edmundo González mit 28 Prozent.

Die Krise begann, als Nicolás Maduro bei einer US-Operation in und um Caracas festgenommen wurde. Seitdem ist unklar, wer das Land führt und wie die Machtübertragung ablaufen wird. Die USA erklären, es handele sich um einen rechtlichen und sicherheitsbezogenen Einsatz, doch kursieren zahlreiche Gerüchte.
Die USA wollen Venezuela vorübergehend verwalten und planen, große amerikanische Ölunternehmen einzusetzen, um die veraltete Infrastruktur zu erneuern. Laut Präsident Trump werden diese Unternehmen Milliarden investieren und „damit beginnen, Geld für das Land zu verdienen“. Damit bestätigt er, dass die enormen Ölreserven Venezuelas, die etwa zwanzig Prozent der Weltreserven ausmachen, nun aktiv Teil amerikanischer Interessen sind.
Durch jahrelange Sanktionen, Korruption und Hyperinflation ist der venezolanische Bolívar nahezu wertlos geworden. Viele Einwohner haben kein Vertrauen mehr in Banken und suchen Alternativen, um ihr Erspartes zu schützen.
In diesem Kontext spielt Bitcoin eine entscheidende Rolle. Viele Venezolaner nutzen es, um Werte zu speichern oder Geld aus dem Ausland zu empfangen. Die anhaltende Unruhe verdeutlicht, dass Bitcoin in Ländern wie Venezuela nicht nur eine Investition ist, sondern ein Überlebensmittel. Ein pro-Bitcoin-Präsident könnte daher viel bewirken.
Ein großer Teil der Bevölkerung sehnt sich nach einer Regierung, die Freiheit, Menschenrechte und wirtschaftliche Reformen fördert. Machado setzt auf einen freien Markt und sieht Krypto, insbesondere Bitcoin, als Teil des wirtschaftlichen Wiederaufbaus.
Dennoch gibt es Uneinigkeit über ihre Kandidatur. Der amerikanische Präsident Donald Trump äußerte kürzlich Zweifel an ihrer Unterstützung. Derweil wurde Delcy Rodríguez vorübergehend als Präsidentin eingesetzt. Ihre Partei ist bekannt für strikte Kontrolle über Krypto und ein hartes Vorgehen gegen Bitcoin-Mining.
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