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Der Bitcoin-Kurs liegt deutlich unter seinem Rekordhoch. Bei VanEck bleibt die langfristige Zuversicht dennoch intakt. Nach Einschätzung von Matthew Sigel, Leiter der Analyse für digitale Vermögenswerte bei dem US-Vermögensverwalter, könnte Bitcoin (BTC) in einem Jahr „deutlich höher“ stehen als heute.
VanEck verwaltet fast 200 Milliarden Dollar und zählt zu den größeren traditionellen Finanzhäusern, die sich intensiv mit digitalen Vermögenswerten befassen.
Sigel äußerte sich im Podcast The Wolf of All Streets. Dort sagte er, Anleger müssten nicht zwangsläufig aggressiv einsteigen, sollten ihre Position aber schrittweise aufbauen.
Aus seiner Sicht ist es sinnvoll, spätestens im Oktober 2026 eine vollständige Bitcoin-Position aufgebaut zu haben.
Der vorsichtige Ton hängt vor allem mit Politik und Regulierung zusammen. In den Vereinigten Staaten gelten die Zwischenwahlen im November 2026 als wichtiger Faktor für die künftige Kryptopolitik.
Sigel warnt, der Markt preise ein Szenario noch nicht ausreichend ein, in dem die Demokraten deutlich an Einfluss gewinnen und die kryptofreundliche Agenda Trumps unter Druck gerät.
Auch institutionelle Anleger warten ihm zufolge weiterhin auf mehr Klarheit. Viele große Adressen befassen sich zwar mit Bitcoin, bleiben bei einem breiteren Krypto-Engagement aber zurückhaltend, solange die Regulierung unklar ist.
Deshalb rechnet er nicht zwangsläufig damit, dass der Markt schon kurzfristig stark anzieht. Dafür brauche es einen neuen Katalysator.
Nach Ansicht von Sigel könnte ein solcher Impuls aus der Regulierung oder der Politik kommen. Er verweist unter anderem auf Fortschritte beim CLARITY Act und auf eine mögliche Strategic Bitcoin Reserve in den Vereinigten Staaten.
Mehr Klarheit über den rechtlichen Status digitaler Vermögenswerte könnte institutionelles Kapital wieder anziehen.
Zudem verweist er auf das wachsende Interesse von Staaten. Sigel zufolge gibt es inzwischen rund 22 Länder, die Bitcoin minen oder halten.
Trotz der aktuellen Schwäche bleibt Sigel langfristig ausgesprochen optimistisch. Bitcoin erreichte im Oktober 2025 mit 126.080 Dollar einen Rekordstand, notiert inzwischen aber rund 50 Prozent darunter.
Dennoch erwartet er, dass Bitcoin spätestens im ersten Quartal 2028 wieder über dieser früheren Rekordmarke liegt. Sollte das nicht gelingen, müsste er seine Investmentthese neu bewerten. Das ist eine bemerkenswert klare Festlegung.
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