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Der Verkauf von Bitcoin (BTC) durch große, erfahrene Investoren scheint abzunehmen. Das zeigen neue Daten des Vermögensverwalters VanEck, der eine bemerkenswerte Marktverschiebung feststellt.
Laut dem Vermögensverwalter VanEck verkaufen langfristige Investoren weniger von ihrem Bitcoin. Das geht aus dem neuesten ChainCheck Bericht des Unternehmens hervor.
Diese langfristigen Investoren sind Anleger, die ihre Bitcoin über längere Zeiträume halten. In On-Chain-Daten handelt es sich meist um Coins, die mindestens 155 Tage nicht bewegt wurden.
VanEck schreibt: „Abnehmende Aktivität dieser Gruppen weist in der Regel auf weniger Verkaufsdruck von erfahrenen Marktteilnehmern hin.“ Die Analysten bezeichnen dies als ein „potenziell konstruktives Signal“ für den Markt.
Dass langfristige Investoren ihre BTC halten, ist zudem wichtig, da diese Gruppe oft die Grundlage für einen neuen Bullenmarkt bildet. Sie halten ihre Bitcoin in der Regel fest, selbst wenn der Kurs steigt.
Fehlen diese starken Hände, sieht man oft das Gegenteil. Dann verkaufen Anleger schnell, sobald der Preis steigt, was eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erschwert.
Auch die Aktivität auf der Blockchain nahm ab. Das gesamte Transaktionsvolumen ging zurück und es wurden weniger Transaktionen durchgeführt, so VanEck. Das deutet darauf hin, dass Anleger weniger geneigt sind zu verkaufen.
Dies geschieht häufiger nach einer Phase der Unruhe. So fiel der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Tagen deutlich infolge anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.
Auch die starke Nachfrage seitens großer Akteure wie Strategy sorgt für anhaltenden Kaufdruck. Das Unternehmen von Michael Saylor gab erst am vergangenen Montag eine erneute massive Anschaffung bekannt. Es handelte sich um 22.337 Bitcoin im Wert von etwa 1,57 Milliarden Dollar.
Damit beläuft sich der Gesamtbestand auf 761.068 BTC, Coins, die das Unternehmen nach eigenen Angaben nie verkaufen will.
Nicht nur erfahrene Investoren verkaufen weniger. VanEck berichtet auch, dass Miner häufiger ihre Bitcoin behalten. Das sind die Akteure, die Transaktionen abwickeln und neue BTC erzeugen.
Das ist bemerkenswert, da ihre Einnahmen unter Druck stehen. Aufgrund niedrigerer Bitcoin-Preise und höherer Kosten sanken die Erlöse der Miner um etwa 11 Prozent. Dennoch bleibt ein zusätzlicher Verkauf vorerst aus. VanEck erklärt: „Trotz dieser wirtschaftlichen Verschlechterung haben Miner ihren Verkaufsdruck nicht nennenswert erhöht.“
Die Menge an Bitcoin, die Miner an Börsen senden, stieg nur um 1 Prozent. Das bedeutet, dass sie ihre Reserven lieber halten als verkaufen. Zusammen mit dem Rückgang der Verkäufe durch langfristige Halter sorgt dies für weniger Druck auf den Markt. Und das ist oft ein positives Signal für den Bitcoin-Kurs.
Doch das Bild ist nicht nur positiv. Hinter den Kulissen nimmt der Druck auf den Miningsektor zu und irgendwann kann ein Wendepunkt erreicht werden.
Immer mehr Unternehmen suchen nach neuen Einnahmequellen. Einige Miner steigen auf künstliche Intelligenz (KI) um. Andere verkaufen Bitcoin, um Kosten zu decken.
So hat das Unternehmen Bitdeer seinen gesamten Bitcoin-Bestand verkauft. Andere Akteure, wie Core Scientific, beschafften sogar bis zu 1 Milliarde Dollar, um ihren Fokus auf KI und Rechenzentren zu verlagern.
VanEck warnt daher: „Bleibt der Bitcoin-Preis niedrig, könnten Miner gezwungen sein, mehr BTC zu verkaufen.“ Das würde das Angebot auf dem Markt erhöhen. Und ein größeres Angebot kann wiederum zusätzlichen Druck auf den Preis ausüben.
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 70.500 Dollar. In der Nacht auf Montag erreichte die digitale Währung sogar 76.000 Dollar. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wirken sich jedoch auch auf den Kurs aus. So sorgte ein neuer Angriff auf eine große Gasanlage in Katar für den jüngsten Rückgang.
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