Der Krieg im Nahen Osten schürt große Ängste um die Weltwirtschaft. Steigende Energiepreise und Unterbrechungen in den Lieferketten haben die kurzfristigen Inflationserwartungen stark erhöht. Dennoch bleibt der Markt im Hinblick auf die langfristige Inflation bemerkenswert ruhig.

Das erklärt Rick Rieder, Chief Investment Officer bei BlackRock. Seiner Meinung nach ist die Unterscheidung zwischen vorübergehenden Schocks und strukturellen Inflationsdruck entscheidend für Anleger und damit auch für den Kurs von Bitcoin (BTC).
Energie- und geopolitische Schocks wirken wie eine vorübergehende Belastung
Der Anstieg der Inflationserwartungen wird vor allem durch Angebotsschocks verursacht. Höhere Öl- und Gaspreise aufgrund von Angriffen auf Energieinfrastruktur und Spannungen in der Straße von Hormus sind die Haupttreiber.
Laut Rieder haben solche Entwicklungen meist episodischen Charakter. Sie wirken wie eine zusätzliche Belastung für Verbraucher: Kraftstoff und Energie werden teurer, was die Kaufkraft vorübergehend schmälert.
Wichtig ist, dass diese Art von Inflation weniger aus einer überhitzten Nachfrage in der Wirtschaft resultiert, sondern aus externen Faktoren. Daher erwarten die Märkte, dass der Inflationsdruck nachlassen könnte, sobald sich die geopolitische Lage beruhigt.
Langfristige Inflationserwartungen bleiben fest verankert
Obwohl die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate deutlich gestiegen sind, zeigen Indikatoren für die mittel- und langfristige Perspektive ein anderes Bild.
Faktoren wie Lohnentwicklung, Dienstleistungsinflation und Konsumtrends deuten darauf hin, dass die nachfragegetriebene Inflation allmählich abkühlt. Das erklärt, warum Zentralbanken, insbesondere die US-Notenbank, vorerst geduldig bleiben.
Mit anderen Worten: Die Marktteilnehmer befürchten keine strukturelle Inflationsspirale, sondern eher einen vorübergehenden Preisschock. Das lässt Spielraum für Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf.
Für den Bitcoin-Kurs ist diese Unterscheidung von Bedeutung. Rick Rieder verdeutlicht, dass der Markt sich vorerst keine Sorgen um einen langanhaltenden Konflikt macht. Das würde bedeuten, dass insbesondere kurzfristig Volatilität und Unsicherheit bestehen, sich die Situation aber langfristig stabilisiert.
Deshalb bleiben Zinssenkungen der US-Zentralbank bis Ende 2026 eine Möglichkeit.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs knackt 80.000 Dollar – Woche der Wahrheit beginnt
Der Bitcoin-Kurs hat wichtige Widerstände klar hinter sich gelassen und notiert inzwischen wieder bei 80.000 Dollar. Das sollten Sie jetzt wissen.
Tether stoppt Bitcoin-Projekt über 120 Millionen Dollar nach Energiekonflikt
Tether stellt sein Bitcoin-Mining in Uruguay nach einem Energiekonflikt ein, investiert weltweit aber weiter umfangreich in Mining-Hardware, Software und Energieinfrastruktur.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin erreicht höchsten Stand seit Mai, Ethereum zieht nach
Bitcoin setzt seine beeindruckende Rally fort, steigt auf den höchsten Stand seit Mai und erreicht im Chart eine entscheidende Marke. Mehr dazu.
Meistgelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
