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Hochrangige iranische Diplomaten und US-Gesandte sind beide nach Pakistan gereist, doch Washington und Teheran widersprechen sich deutlich hinsichtlich der dortigen Verhandlungen. Werden Gespräche über ein mögliches Friedensabkommen stattfinden?
US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag gegenüber Reuters, dass Iran ein Angebot unterbreiten werde, um den amerikanischen Forderungen entgegenzukommen. „Sie werden ein Angebot machen, und wir müssen abwarten“, äußerte Trump in einem Telefongespräch.
Trump stellte klar, dass ein Abkommen zwei harte Bedingungen umfassen müsse. Iran soll auf sein angereichertes Uran verzichten, um den Bau einer Atombombe zu verhindern, und den Öltransport durch die Straße von Hormus freigeben. Diese enge Wasserstraße ist eine wichtige Verkehrsader für den weltweiten Ölhandel, der derzeit weitgehend zum Erliegen gekommen ist.
Solange kein Abkommen erreicht ist, blockiert die US-Marine die iranischen Häfen. Damit kappt Washington die iranischen Öleinnahmen, um das Regime finanziell unter Druck zu setzen und an den Verhandlungstisch zu zwingen. Laut Trump verliert Iran derzeit täglich 500 Millionen Dollar.
Teheran hatte zuvor erklärt, nicht verhandeln zu wollen, solange die Blockade besteht. Auf die Frage, was zur Aufhebung der Blockade nötig sei, blieb Trump vage. Erst wolle er das iranische Angebot sehen.
Steve Witkoff und Jared Kushner reisen am Samstagmorgen in die pakistanische Hauptstadt, um dort direkte Gespräche mit der iranischen Delegation zu führen, bestätigte Pressesprecherin Karoline Leavitt am Freitag auf Fox News. Pakistan fungiert als Vermittler.
Vizepräsident JD Vance, der die erste Verhandlungsrunde leitete, bleibt diesmal zuhause, ist jedoch bereit, nachzureisen, sollte es Fortschritte geben. Laut Axios-Quellen wächst bei seinem iranischen Gegenüber Mohammad Bagher Ghalibaf die Frustration über interne Streitigkeiten in Teheran. Ghalibaf dachte sogar an Rücktritt.
Das Weiße Haus berichtete in den vergangenen Tagen von Fortschritten auf iranischer Seite. Laut Leavitt ging die Initiative für das Treffen von Teheran aus.
Aus Teheran kommen gegensätzliche Aussagen. Der iranische Staatssender IRNA und die der Revolutionsgarde nahestehende Agentur Tasnim dementieren, dass ein Treffen mit den Amerikanern geplant ist. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, die iranischen Positionen würden nur über Pakistan übermittelt.
Außenminister Abbas Araghchi landete am Freitagabend in Islamabad für Gespräche mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Anschließend reist er weiter nach Oman und Moskau.
Laut zwei Axios-Quellen könnte ein Treffen mit Witkoff und Kushner frühestens am Montag nach bilateralen Gesprächen mit den pakistanischen Vermittlern stattfinden.
Die Mission von Witkoff und Kushner soll die festgefahrene Situation lösen. Trump verlängerte diese Woche den Waffenstillstand, doch diplomatisch gab es bislang keine Fortschritte. Der Präsident stellte klar, was bei einem Scheitern der Gespräche droht: „Dann müssen wir wieder bombardieren.“
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