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Eine unerwartete Wendung in den festgefahrenen Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wird heute Abend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet, obwohl eine zweite Verhandlungsrunde bis vor kurzem aussichtslos schien.

US-Team bereits vor Ort

Das berichten pakistanische Beamte der Nachrichtenagentur Bloomberg. Den Quellen zufolge, die anonym bleiben wollen, da die Gespräche nicht öffentlich sind, ist ein US-Logistik- und Sicherheitsteam bereits in Islamabad eingetroffen, um die Verhandlungen vorzubereiten. Ein genaues Datum für die zweite Runde wurde nicht genannt.

Araghchi reist mit einer kleinen Delegation und wird gegen 22 Uhr Ortszeit in Islamabad erwartet. Die US-Botschaft in Islamabad lehnte eine Stellungnahme ab, die iranische Botschaft äußerte sich nicht.

Ein erster Versuch, eine zweite Runde einzuleiten, scheiterte Anfang dieser Woche. Vizepräsident JD Vance war bereit zur Abreise, blieb jedoch in Washington, als Iran sich weigerte, eine Delegation zu entsenden, solange die US-Seeblockade in Kraft bleibt.

Am 11. und 12. April saßen Iran und die USA erstmals am Verhandlungstisch, aber nach 21 Stunden Gesprächen verließen die Delegationen den Tisch ohne Ergebnis. Man war sich über viele Punkte einig, scheiterte jedoch an zwei großen Themen: dem iranischen Atomprogramm und der Straße von Hormus.

Der Krieg begann am 28. Februar, als die USA und Israel gemeinsame Luftangriffe auf Iran starteten. Ein Waffenstillstand trat am 8. April in Kraft und sollte am vergangenen Mittwoch enden, doch Trump kündigte eine Verlängerung an, bis Iran einen Friedensvorschlag unterbreitet.

Beide Seiten in einer Sackgasse

In den letzten Tagen schien jede Art von Annäherung weiter entfernt als je zuvor. Iran verweigert Gespräche, solange die US-Seeblockade besteht. Gleichzeitig sieht Trump keinen Grund, diese aufzuheben, und erklärt, er habe „alle Zeit der Welt“.

Die Blockade ist für Trump das wichtigste Druckmittel. Iran wird so von seinen Ölexporten, der Haupteinnahmequelle des Landes, abgeschnitten.

„Ich stehe wahrscheinlich in dieser Position unter dem geringsten Druck. Ich habe alle Zeit der Welt, aber Iran nicht, die Zeit drängt“, schrieb der US-Präsident gestern. Ein Abkommen soll es seiner Ansicht nach erst geben, „wenn es für die USA passend und richtig ist“.

Aufgrund der unsicheren Aussichten sind die Ölpreise in der vergangenen Woche stark gestiegen, doch heute gibt es wieder etwas Entspannung an den Finanzmärkten. Die weltweiten Aktienmärkte erholen sich derzeit, und auch Bitcoin (BTC) hat seinen nächtlichen Kursrückgang ausgleichen können.

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