Die Vereinigten Staaten könnten schon in Kürze mit dem Aufbau einer strategischen Bitcoin-Reserve beginnen. Das sagt die US-Senatorin Cynthia Lummis, die als große Befürworterin von Bitcoin gilt. Ihrer Ansicht nach liegt die größte Hürde derzeit beim Gesetzgebungsprozess in Washington.
Wann werden die USA dann Bitcoin kaufen?
Lummis reagierte auf eine Diskussion der Anleger Jeff Park und Anthony Pompliano. Dabei wurde die Möglichkeit genannt, Gewinne aus Gold für einen ersten Bitcoin-Kauf zu nutzen. Die US-Regierung halte ihren Angaben nach über 1 Billion US‑Dollar an Buchgewinnen auf Gold. Ein Teil davon könnte laut Park eingesetzt werden, um Bitcoin zu kaufen.
„Das ist eine überzeugende Erklärung dafür, warum eine strategische Bitcoin-Reserve so viel Sinn ergibt“, sagte Lummis. Sie betonte, dass dank Präsident Trump die Mittelbeschaffung jederzeit beginnen könne, auch wenn die Gesetzgebung langsam vorankommt.
Die strategische Reserve wurde vor sieben Monaten per Präsidialerlass angekündigt. Geplant ist, die Reserve zunächst zu füllen mit Bitcoin, die das US-Finanzministerium besitzt. Diese Coins stammen vor allem aus Beschlagnahmungen in Strafverfahren.
Budget-neutrale Bitcoin-Käufe
Später kann die Reserve über sogenannte budgetneutrale Maßnahmen weiter ausgebaut werden, ohne zusätzliches Steuergeld der Amerikaner einzusetzen. Wie das genau ablaufen soll, ist noch offen.
Anleger Pompliano erwartet, dass die US-Regierung langfristig aktiv am Markt Bitcoin kaufen wird. „Der erste Schritt ist, dass die Regierung die bestehenden Coins in die Reserve überführt. Aber der eigentliche Paukenschlag kommt, wenn sie selbst neue Käufe tätigt. Ich halte das für unausweichlich.“
Vorerst bleibt es also Spekulation. An den Finanzmärkten wächst jedoch die Erwartung, dass in nächster Zeit eine offizielle Meldung zu Bitcoin-Käufen folgen könnte. Derzeit notiert der Bitcoin Kurs allerdings auf einem Allzeithoch, sodass Käufe der US-Regierung vom Timing her bemerkenswert wären.
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