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Die US-Regierung möchte den riesigen Pensionsmarkt für Kryptowährungen öffnen, doch einflussreiche Demokraten stellen sich dagegen. Sie fordern, dass Bitcoin (BTC) und andere „äußerst volatile Vermögenswerte“ aus den Ersparnissen amerikanischer Arbeitnehmer herausgehalten werden.
Die Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie der Abgeordnete Bobby Scott schickten diese Woche einen Brief an das US-Arbeitsministerium. Darin fordern sie den amtierenden Minister Keith Sonderling auf, einen vorgeschlagenen Plan zurückzuziehen.
Dieser Plan soll die Tür für Krypto, Private Equity und andere risikoreiche Investitionen in sogenannten 401(k)-Plänen öffnen. Das sind amerikanische, arbeitgebergestützte Pensionsregelungen, die den Arbeitnehmern steuerlich begünstigtes Sparen für die Rente ermöglichen.
Laut den Politikern würde die Politik die Pensionskonten „äußerst volatilen Vermögenswerten, wie digitalen Währungen“, aussetzen. Aufgrund eines „Mangels an Regulierung und Sicherheiten“ seien viele Kryptowährungen ihrer Meinung nach anfällig für Betrug.
Die Pläne gehen auf ein Dekret zurück, das Präsident Donald Trump im August 2025 unterzeichnete. Darin beauftragte er Behörden, den „Zugang zu alternativen Vermögenswerten zu demokratisieren“.
Im März präsentierte das Ministerium den Vorschlag. Dieser kehrt eine strenge Regel aus dem Jahr 1974 um: Bisher mussten Pensionsverwalter nachdrücklich nachweisen, dass sie sorgfältig handeln. Künftig wird diese Sorgfalt einfach vorausgesetzt.
Nach Angaben des Investment Company Institute steckten Ende Dezember etwa 10,1 Billionen Dollar in US-amerikanischen 401(k)-Plänen. Es steht also enorm viel auf dem Spiel.
Der Widerstand der Senatoren hat durchaus eine faktische Grundlage. Die FBI registrierte 2025 Verluste von über 11 Milliarden Dollar durch Kryptobetrug, eine der höchsten Summen innerhalb aller Formen der Internetkriminalität.
Die Demokraten verweisen auch auf Trump selbst. Seine Familie nahm Milliarden mit dem Kryptoprojekt World Liberty Financial ein. Laut den Politikern erhöht die neue Regel die Wahrscheinlichkeit, dass der Präsident und seine Familie auf Kosten der Steuerzahler, Arbeitnehmer und Rentner profitieren.
Das Ministerium verteidigt die Pläne. „Die Zeiten, in denen das Ministerium Gewinner und Verlierer auswählte, sind vorbei“, so Sonderling.
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