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Das US-Justizministerium hat den 38-jährigen Sergeant Major Gannon Ken Van Dyke wegen des Verdachts verhaftet, geheime militärische Informationen für finanziellen Gewinn missbraucht zu haben. Der Soldat soll mit Insiderwissen auf der Prognoseplattform Polymarket gehandelt und dabei über 400.000 Dollar Gewinn erzielt haben.
Van Dyke war an der Operation Absolute Resolve beteiligt, einer militärischen Aktion am 3. Januar, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde. Laut Anklage setzte er bereits vor der Operation mehrfach auf den Ausgang dieses Ereignisses.
Zwischen dem 26. Dezember und dem 2. Januar soll er dreizehn Mal auf Polymarket gewettet haben. Die Wetten bezogen sich unter anderem darauf, ob Maduro abgesetzt werden würde und ob die USA militärisch in Venezuela eingreifen würden. Um seinen Standort und seine Identität zu verschleiern, nutzte er eine VPN-Verbindung.
Der Soldat setzte insgesamt etwa 33.000 Dollar ein. Nach dem Gelingen der Operation brachten ihm seine Positionen mehr als 409.000 Dollar ein.
Laut Justiz versuchte Van Dyke, die Erlöse schnell zu transferieren. Der Großteil des Geldes soll auf eine ausländische Kryptowallet überwiesen worden sein, während der Rest auf ein neu eröffnetes Anlagekonto eingezahlt wurde.
Das US-Justizministerium hat Van Dyke unter anderem wegen Missbrauchs vertraulicher Regierungsinformationen, Diebstahls von Regierungsinformationen, Betrugs, Internetbetrugs und Durchführung illegaler Finanztransaktionen angeklagt.
Zudem hat die Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine Zivilklage gegen ihn eingereicht.
Polymarket erklärte, dass es das verdächtige Handelsverhalten selbst entdeckt und den Behörden gemeldet habe. Die Plattform habe vollständig bei den Untersuchungen kooperiert.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf Prognosemärkte wie Polymarket, auf denen Nutzer auf den Ausgang aktueller Ereignisse wetten können. Kritiker warnen, dass solche Plattformen Risiken bergen, insbesondere wenn Insider mit Zugang zu sensiblen Informationen teilnehmen.
Die Verhaftung von Van Dyke befeuert die Diskussion über strengere Regulierungen dieser Märkte und die Frage, inwieweit Insiderhandel auf solchen Plattformen strafbar sein sollte.
Auch politisch wird Kritik laut. Der ehemalige Präsident Donald Trump äußerte sich zu dem Fall mit den Worten, dass „die ganze Welt zu einem Casino geworden sei“, und drückte seine Besorgnis über die zunehmende Nutzung solcher Plattformen aus.
Der Ausgang dieses Falls könnte erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft von Prognosemärkten und den Umgang der Aufsichtsbehörden mit Handel auf Basis nicht-öffentlicher Informationen haben.
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