Bitcoin (BTC) gewinnt in den USA zunehmend an Bedeutung, nicht nur für private Anleger, sondern auch auf staatlicher Ebene. Mittlerweile prüfen 16 US-Bundesstaaten Gesetze, um Bitcoin und andere Kryptowährungen in öffentliche Fonds aufzunehmen.
Utah führt die Krypto-Adoption an
Utah übernimmt dabei die Führungsrolle mit einem konkreten Gesetzesvorschlag, der Investitionen in BTC ermöglichen soll. Am 28. Januar stimmte der Economic Development and Workforce Services Committee mit 8 zu 1 Stimmen für die Blockchain and Digital Innovation Amendments.
Dieser Vorschlag könnte eine bedeutende Veränderung in der Verwaltung öffentlicher Fonds in Utah bewirken. Bis zu 5 % bestimmter staatlicher Fonds dürfen in „qualifizierende digitale Vermögenswerte“ investiert werden. In der Praxis betrifft dies vor allem Bitcoin, da nur BTC die Anforderung einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden US-Dollar erfüllt.
Weitere Bundesstaaten folgen Utahs Beispiel
Utah steht mit seinen Plänen nicht allein. Mehrere andere US-Bundesstaaten bereiten ähnliche Gesetze vor:
- New Mexico: Senator Anthony L. Thornton brachte das Gesetz Strategic Bitcoin Reserve Act (SB275) ein, das 5 % der öffentlichen Fonds in Bitcoin investieren soll.
- Arizona: Der Finanzausschuss des Senats genehmigte den Gesetzesentwurf SB1025, der Investitionen von bis zu 10 % in digitale Vermögenswerte, einschließlich Pensionsfonds, ermöglicht.
- Massachusetts: Prüft die Möglichkeit, bis zu 10 % seines Stabilisierungsfonds in digitale Vermögenswerte zu investieren.
- Texas: Verfolgt einen vorsichtigeren Ansatz mit einem Gesetzesvorschlag, 1 % seines allgemeinen Staatsfonds in Bitcoin anzulegen. Zudem ist eine separate Regelung für Bitcoin-Spenden in Arbeit.
Risiken und Gegenstimmen
Trotz der wachsenden Akzeptanz von Bitcoin begrüßen nicht alle diese Entwicklung. Die Volatilität des Kryptomarktes birgt erhebliche Risiken, und schlechte Nachrichten können schnell zu starken Kursverlusten führen.
Nobelpreisträger Eugene Fama zählt zu den schärfsten Kritikern. Er prophezeit, dass Bitcoin innerhalb der nächsten zehn Jahre vollständig an Wert verlieren wird. Seiner Meinung nach besitzt BTC keinen intrinsischen Wert und sei als stabiles Zahlungsmittel ungeeignet. In einem aktuellen Interview bezeichnete er die Kryptowährung sogar als „dem Untergang geweiht“ – ein Beweis dafür, dass die Debatte um Bitcoin noch lange nicht beendet ist.
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