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Amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs auf Bitcoin (BTC) ziehen weiter frisches Kapital an. An sieben Handelstagen in Folge flossen knapp 1 Milliarde Dollar in die Fonds. Nach Einschätzung von Analysten deutet die anhaltende Nachfrage darauf hin, dass große Investoren trotz der jüngsten Schwankungen beim Bitcoin-Kurs wieder vorsichtig Positionen aufbauen.
Die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten gestern zusammen Nettozuflüsse von 65,3 Millionen Dollar. Seit dem 14. Juli summieren sich die Zuflüsse damit auf 981,2 Millionen Dollar.

Die aktuelle Serie von sieben Tagen ist die längste seit April, bleibt aber hinter der damaligen Phase von neun Handelstagen zurück. In jenem Monat flossen mehr als 2,1 Milliarden Dollar in die US-Bitcoin-ETFs.
Der gestrige Zufluss lag allerdings deutlich unter dem Niveau des Vortags. Am Dienstag zogen die Fonds noch 203,2 Millionen Dollar an. Zugleich rutschte der Bitcoin-Kurs in der Nacht wieder unter die Marke von 66.000 Dollar und fiel zeitweise auf 65.400 Dollar.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat sich der Bitcoin-Kurs wieder etwas erholt und liegt bei rund 65.700 Dollar. Damit notiert Bitcoin etwa 0,25 Prozent niedriger als vor 24 Stunden, auf Wochensicht steht für den Coin aber weiterhin ein Plus von 2,5 Prozent zu Buche.
Die Marktstimmung kühlte sich dennoch leicht ab. Der Crypto Fear & Greed Index fiel heute von 33 auf 31 Punkte.
Markus Levin, Mitgründer des dezentralen Verifikationsprotokolls XYO, sieht in den anhaltenden Zuflüssen ein Signal dafür, dass institutionelle Anleger ihr Bitcoin-Engagement über regulierte ETFs wieder ausbauen.
„Die stetigen Zuflüsse sprechen dafür, dass institutionelle Investoren ihr langfristiges Bitcoin-Engagement über regulierte ETFs erneut aufbauen“, sagte Levin.
Er verweist dabei auf ein Zusammenspiel wirtschaftlicher Faktoren, das das Vertrauen der Anleger stärke. Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik, nachlassender Inflationsdruck und robustere Aktienmärkte sorgten seiner Einschätzung nach dafür, dass risikobehaftete Anlagen wieder stärker gefragt seien.
Ausgemacht ist das jedoch nicht. Die jüngsten beiden Inflationsdaten fielen zwar niedriger aus als erwartet, doch geschah dies in einer Phase relativ niedriger Ölpreise und begrenzter Spannungen rund um Iran.
Da Brent-Öl inzwischen bei rund 98 Dollar je Barrel notiert, könnte die Inflation wieder anziehen. Das würde die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik unter Druck setzen.
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