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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um 0,52 Prozent gefallen. Damit notiert der Kurs bei rund 65.200 Dollar. Trotz dieses Rückgangs liegt Bitcoin (BTC) auf Sieben-Tage-Sicht weiterhin 2,93 Prozent im Plus. Das zeigt, dass im Bitcoin-Kurs weiterhin ein gewisses positives Momentum steckt.

Gleichzeitig entsteht durch die US-Handelspolitik eine neue Quelle der Unsicherheit. Die Trump-Regierung führt ab Freitag neue Importzölle von 10 bis 12,5 Prozent für sechzig Handelspartner ein, darunter die Europäische Union. Damit fällt nahezu der gesamte US-Handel unter das neue Regime.
Die Zölle ersetzen die vorübergehende weltweite Abgabe von 10 Prozent, die zum selben Zeitpunkt ausläuft. Nach Darstellung der US-Regierung richten sich die Maßnahmen gegen Länder, die nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vorgehen. Zugleich setzt Trump Importzölle gezielt ein, um die amerikanische Industrie zu schützen, Handelspartner unter Druck zu setzen und zusätzliche Einnahmen zu erzielen.
Für die Finanzmärkte ist vor allem der mögliche Effekt auf die Inflation relevant. Importzölle werden von amerikanischen Importeuren gezahlt und können über höhere Verkaufspreise an die Verbraucher weitergegeben werden. Das könnte die Teuerung weiter anheizen, zu einem Zeitpunkt, an dem auch der steigende Ölpreis durch den Iran-Krieg erneut Preisdruck erzeugt.
Für Bitcoin ergibt sich daraus ein gemischtes Bild. Einerseits kann eine aggressivere Handelspolitik die Unsicherheit rund um den Dollar und das Finanzsystem erhöhen. Andererseits könnte eine höhere Inflation die US-Notenbank dazu zwingen, länger restriktiv zu bleiben. Die Zinsen blieben dann hoch, riskante Anlagen könnten unter Druck geraten.
Dass Bitcoin trotz dieser Kombination aus Handelsspannungen, Krieg und Inflationsrisiken in der vergangenen Woche weiter gestiegen ist, unterstreicht vorerst die relative Stärke des Kurses.
Die makroökonomischen Risiken haben inzwischen weiter zugenommen. Der Brent-Ölpreis stieg am Donnerstag um 7 Prozent auf mehr als 100 Dollar je Barrel, nachdem Donald Trump erklärt hatte, einen groß angelegten Angriff auf den Iran zu erwägen. Gleichzeitig flog das US-Militär in der dreizehnten Nacht in Folge Luftangriffe auf iranische Ziele.

Auch die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi sorgen für zusätzliche Unruhe. Sie sollen zwei saudische Öltanker angegriffen haben und drohen, die Schifffahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab weiter zu stören. Diese Route ist gerade wichtiger geworden, seit der Verkehr durch die Straße von Hormus stark zurückgegangen ist. Geraten beide wichtigen Seewege unter Druck, könnte die weltweite Ölversorgung weiter verknappt werden.
Die Finanzmärkte reagierten entsprechend heftig. Der Nasdaq verlor 2,2 Prozent, der S&P 500 gab um 1,2 Prozent nach. Besonders Technologieaktien gerieten stark unter Druck. Die enttäuschende Reaktion auf die Quartalszahlen von Alphabet und Tesla fiel dabei mit dem erneuten Anstieg des Ölpreises zusammen.
Gleichzeitig stiegen auch die Renditen, da Anleger mit einem neuen Inflationsschock und strengeren Notenbanken rechnen.
Für Bitcoin wird die aktuelle Lage damit zu einem ernsthaften Test. Ein Ölpreis von mehr als 100 Dollar kann die Inflation erneut anheizen und die Angst vor Zinserhöhungen verstärken. Dass sich der Bitcoin-Kurs vorerst bei rund 65.000 Dollar behauptet, bleibt ein Zeichen relativer Stärke. Eine weitere militärische Eskalation könnte dieses positive Momentum jedoch noch gefährden.
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