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Das Interesse großer Unternehmen an Ethereum (ETH) nimmt weiter zu. Im vergangenen Quartal nahmen börsennotierte Unternehmen Millionen ETH in ihre Bilanzen auf. Was bedeutet das für den Kurs?
Laut Daten des Vermögensverwalters Bitwise entfielen satte 95 Prozent aller Ethereum-Käufe durch börsennotierte Unternehmen auf das dritte Quartal 2025.
Zusammen kauften diese Unternehmen rund 4 Millionen Ethereum, was umgerechnet mehr als 19,13 Milliarden Dollar entspricht. Damit wurden in nur einem Quartal etwa vier Prozent des gesamten ETH-Angebots vom Markt genommen.
BitMine Immersion Technologies ist der größte Käufer und hält laut den jüngsten Daten derzeit 3,03 Millionen ETH. Weitere große Käufe kamen von Sharplink Gaming (840.120 ETH) und The Ether Machine (496.710 ETH).
Auch im Q4 halten die Käufe an. So entdeckte LookOnChain, dass BitMine heute weitere 104.336 Ethereum zu seinen Reserven hinzugefügt hat. Der Kauf entspricht einem Wert von rund 417 Millionen Dollar. Die Coins sind auf drei neue Wallets verteilt und stammen von den Handelsplattformen Kraken und BitGo.
Insgesamt halten 70 börsennotierte Unternehmen nun zusammen 5,9 Millionen ETH, was 4,88 Prozent des zirkulierenden Angebots entspricht. Das geht aus Daten von Strategic ETH Reserve hervor.
Die massiven Ethereum-Zukäufe durch Unternehmen sind nur eine von drei großen Kräften, die derzeit für einen historischen ETH-Mangel sorgen. Laut Analyst Crypto Gucci befinden wir uns mitten in einem sogenannten „triple supply vacuum“, einer Situation, in der mehrere Faktoren gleichzeitig das verfügbare Angebot einer Kryptowährung verknappen.
Die drei wichtigsten Kräfte:
Zusammen stehen diese drei Kategorien für mehr als 40 Prozent aller ETH. Gucci nennt das einzigartig: „Dieser Zyklus hat alle drei Supply-Vakuums gleichzeitig. Das gab es noch nie zuvor.“
Nach dem ökonomischen Grundsatz von Angebot und Nachfrage steigt der Preis, wenn etwas knapper wird – vorausgesetzt, die Nachfrage nach der Währung lässt nicht nach.
Trotz des enormen institutionellen Kaufdrucks warnt Analyst Ali Martinez vor einem möglichen kurzfristigen Rückgang. Er erkennt ein bärisches Signal im Ethereum-Chart: ein negatives MACD-Cross im Wochenchart.
Das ist ein technisches Muster, bei dem sich zwei Linien kreuzen, die den gleitenden Durchschnitt über unterschiedliche Zeiträume verfolgen. Eine solche Kreuzung kann auf einen Trendwechsel hindeuten. Bei den letzten beiden Vorkommen dieses Signals fiel der Ethereum-Kurs laut dem Analysten um 43 beziehungsweise 61 Prozent.
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