Der Kryptomarkt zeigt in den letzten 24 Stunden eine vorsichtige Erholung. Sowohl Bitcoin (BTC) als auch Ethereum (ETH) verzeichnen einen Anstieg von etwa drei Prozent. Für Ethereum kommt dieser Anstieg zu einem interessanten Zeitpunkt, da der Kurs erneut ein wichtiges Widerstandsniveau erreicht.
Nach Einschätzung von Newsbit-Analyst Erik Juffermans gibt es daher Grund für vorsichtigen Optimismus, jedoch bleibt ein klarer Durchbruch entscheidend.
Vorsichtiger Optimismus
Seit Anfang Februar bewegt sich der Ethereum-Kurs in einem Kanal zwischen etwa 1.800 und 2.100 Dollar. Besonders das obere Ende dieser Spanne erweist sich als hartnäckig. Die Zone um 2.100 Dollar wurde bereits viermal getestet und erwies sich jedes Mal als starker Widerstand.
Nun steht ETH erneut an diesem Niveau.

Laut Juffermans sollten Anleger jedoch weiterhin vorsichtig bleiben. Solange der Kurs nicht überzeugend über die 2.100 Dollar ausbricht, können laut ihm keine festen Schlüsse über einen neuen Aufwärtstrend gezogen werden.
Zugleich sieht die Struktur auf dem Chart zunehmend robuster aus. Seit dem Tiefpunkt um 1.800 Dollar bildet ETH höhere Tiefs und baut langsam Momentum in Richtung des Widerstands auf. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt.
Sollte das positive Momentum am Markt noch einige Tage anhalten, könnte dies laut Juffermans genau der Katalysator sein, der benötigt wird, um die Zone um 2.100 Dollar endlich zu durchbrechen.
In diesem Szenario entsteht technisch gesehen relativ viel Raum nach oben. Zwischen 2.100 und 2.700 Dollar gibt es nämlich nur wenig starken Widerstand. Die psychologische Grenze um 2.500 Dollar könnte jedoch vorübergehend etwas Druck ausüben.

ETH im Vergleich zu Bitcoin
Abschließend ist es interessant, die ETH/BTC-Grafik zu betrachten. Dieses Verhältnis zeigt, wie Ethereum im Vergleich zu Bitcoin abschneidet.
Für Anleger ist das ein wichtiger Indikator. Wer in Ethereum investiert, tut dies oft in der Erwartung, dass ETH besser performen wird als BTC.
Derzeit zeigt diese Grafik jedoch noch keine großen Veränderungen. Seit Ende 2021 befindet sich Ethereum in einem Abwärtstrend gegenüber Bitcoin.

Nach Juffermans bleibt es daher abzuwarten, bis die absteigende Trendlinie, die seit Jahren als Widerstand fungiert, klar durchbrochen wird. Sollte diese Linie schließlich brechen, könnte Ethereum laut dem Analysten eine neue Wachstumsphase beginnen, in der es wieder besser als Bitcoin abschneidet.
Bis dahin bleibt Bitcoin vorerst die dominierende Kraft auf dem Markt.
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