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Ethereum (ETH) wird in dieser Woche elf Jahre alt. Seit dem Start am 30. Juli 2015 ist das Netzwerk zum technischen Rückgrat Tausender Kryptoprojekte und digitaler Anwendungen im Milliardenwert geworden.
Für Anleger gibt es dennoch wenig zu feiern. Der ETH-Kurs liegt weiterhin weit unter seinem Rekordhoch und hat im vergangenen Jahr fast die Hälfte seines Werts verloren.
Zum elften Geburtstag notierte ETH bei rund 1.900 Dollar. Damit lag der Kurs 61 Prozent unter dem Rekordhoch von knapp 5.000 Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten büßte ETH rund 49 Prozent ein.
Ethereum wurde als programmierbare Blockchain entwickelt, auf der Entwickler sogenannte Smart Contracts erstellen können. Dabei handelt es sich um digitale Vereinbarungen, die automatisch ausgeführt werden, sobald zuvor festgelegte Bedingungen erfüllt sind.
Dieses Konzept legte den Grundstein für den Aufstieg dezentraler Finanzanwendungen (DeFi). Nutzer können darüber unter anderem Kryptowerte verleihen, handeln und hinterlegen, ohne dass eine klassische Bank zwischengeschaltet ist. Später wurde Ethereum auch zum wichtigsten Netzwerk für NFTs, Stablecoins und die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte (RWA).
Das Wachstum verlief nicht ohne Probleme. In Phasen hoher Auslastung stiegen die Transaktionsgebühren stark an. Kleinere Transaktionen konnten dadurch Hunderte Dollar kosten und wurden für viele Nutzer unpraktikabel. Hinzu kamen Hacks, gescheiterte Projekte und starke Konkurrenz durch schnellere Blockchains wie Solana (SOL).
Einer der größten Einschnitte in der Geschichte von Ethereum erfolgte am 15. September 2022. Mit The Merge stellte das Netzwerk von Mining auf Proof of Stake um. Schätzungen zufolge sank der Energieverbrauch dadurch um rund 99,95 Prozent.
Heute läuft der Großteil der Aktivität auf Ethereum über Layer-2-Netzwerke. Diese Lösungen bündeln große Mengen an Transaktionen außerhalb des Hauptnetzwerks und schreiben die Ergebnisse anschließend im Ethereum-Mainnet fest.
Nutzer profitieren so weiterhin von der Sicherheit Ethereums, ohne dass jede einzelne Transaktion direkt im Hauptnetzwerk verarbeitet werden muss. Inzwischen laufen rund 95 Prozent aller Transaktionen über diese Skalierungslösungen.
Technisch gesehen ist das Netzwerk dadurch schneller und günstiger geworden. Dennoch bleibt der ETH-Kurs hinter den Erwartungen vieler Anleger zurück. Sie sorgen sich unter anderem um die zunehmende Konkurrenz und fragen sich, wie viel Wertschöpfung aus den Layer-2-Netzwerken am Ende tatsächlich bei ETH ankommt.
Nach elf Jahren zählt Ethereum zu den wichtigsten Fundamenten der Kryptobranche. Zugleich steht das Netzwerk vor einer neuen Herausforderung. Der technologische Vorsprung ist weitgehend erhalten, schlägt sich bislang aber nicht automatisch in einem stärkeren Kurs nieder.
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